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Oberliga
Achterbahnfahrt endet mit Remis

Über ein Remis kamen Tom Koblenz (rechts) und der FSV in Eppelborn nicht hinaus.
Über ein Remis kamen Tom Koblenz (rechts) und der FSV in Eppelborn nicht hinaus. FOTO: Martin Wittenmeier
Eppelborn. Oberligist FSV Jägersburg muss sich bei Schlusslicht Eppelborn mit 4:4 begnügen. Von Markus Hagen

Nach dem Abpfiff im Eppelborn ärgerte Thorsten Lahm über den verpassten Sieg. „Wenn man aus einem 1:3-Rückstand ein 4:3 macht, darf man einfach nicht mehr zwei Punkte abgeben", haderte der Jägersburger Trainer über den späten 4:4-Ausgleich. Statt nach dem 4:3-Vorsprung in Ruhe weiter zu spielen und hinten aufzupassen, habe seine Elf versucht unbedingt noch den fünften Treffer nachzulegen. „Die Positionen wurden nicht gehalten. Das war einfach undiszipliniert." Der FSV hätte den Eppelbornern zu viel Platz gelassen, der in der 88. Minute zum Ausgleich durch Dominik Strauß führte.

Dabei hatte die Partie für die Gäste aus Jägersburg optimal angefangen. Schon nach vier Minuten ging der FSV durch Murat Adiguezel mit 1:0 in Führung. Aber bereits fünf Minuten später glich der Tabellenletzte durch Lukas Pirron aus. „Statt sicher aus dem Mittelfeld nach vorne zu spielen, haben wir uns viele Ballverluste geleistet, die dann bitter bestraft wurden", kritisierte Lahm seine Mannschaft. Pirron markierte nach 22 Minuten auch die 2:1-Pausenführung für den Aufsteiger, nachdem Jägersburg die eine oder andere Möglichkeit zum Ausgleich vergeben hatte.

In der 56. Minute gab es erneut einen Ballverlust im Mittelfeld des FSV Jägersburg. Den anschließenden Konter schloss Kevin Saks zum 3:1 ab. Lahm sah, dass seine Elf endlich wach wurde. „Es war schon beeindruckend, wie wir diesen Rückstand weggesteckt und die Partie gedreht haben." Nur zwei Minuten nach dem dritten Gegentor verkürzte Tom Koblenz mit einem sehenswerten Volleyschuss auf 2:3. Steven Simon (65.) glich zum 3:3 aus und als Florian Steinhauer (69.) sogar zum 4:3 für den FSV Jägersburg einschoß, schien Eppelborn nicht nur geschockt, sondern auch geschlagen zu sein. Aber dann spielte der FSV zu übermütig und ließ Eppelborn wieder zurück ins Spiel. Dominik Strauß glich kurz vor Spielende zum 4:4 in einem turbulenten Spiel aus.



„Wir haben nur phasenweise gut gespielt", so die Bilanz von Thorsten Lahm. Hätte man teilweise nicht so behäbig und langsam gespielt wie in einigen Spielabschnitten, sei mit Sicherheit mehr als nur ein Unentschieden möglich gewesen.