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| 19:09 Uhr

Abwehr macht es Gegner zu leicht

In der Offensive sah es bei den SV-64-Frauen, wie hier durch Levke Worm (re.), phasenweise gar nicht schlecht aus. Doch zu schwach stand die Defensive gegen die FSG Mainz II.
In der Offensive sah es bei den SV-64-Frauen, wie hier durch Levke Worm (re.), phasenweise gar nicht schlecht aus. Doch zu schwach stand die Defensive gegen die FSG Mainz II. FOTO: Marco Wille
Zweibrücken. Die in den Vorjahren so heimstarken Oberliga-Handballerinnnen des SV 64 mussten im letzten Auftritt der Saison vor eigenem Publikum erneut eine Niederlage einstecken. 32:40 hieß es gegen die FSG Mainz/Budenheim II. Es war die sechste Heimpleite der Runde. Christian Gauf

Die Wiedergutmachung haben die Handballfrauen des SV 64 Zweibrücken verpasst. Im letzten Saison-Heimspiel kassierte der Oberligist mit dem 32:40 (16:18) gegen die FSG Mainz/Budenheim II die dritte Niederlage in Folge. An der Motivation der Zweibrücker lag es am Sonntag nicht, dass nichts Zählbares herauskam. Doch das Team von Trainer Rüdiger Lydorf wirkte verunsichert und nervös. So gelang es nicht, die Abwehrschwäche zu kaschieren. Die mit lediglich einer Auswechselspielerin angetretene Zweitligareserve der FSG war immer wieder in der Lage, die SV-Defensive auszuspielen, so dass das Zweibrücker Torhütergespann Jana Specht/Nina Jäger auf verlorenem Posten stand. Das Fehlen von Torhüterin Daphne Huber, die wegen ihrer Zehenbrüche weiterhin nicht mitwirken konnte, machte sich schon bemerkbar.

Das eigentliche Ziel des SV 64, die klare Niederlage vom zurückliegenden Spieltag beim Meister SV Kandel durch eine gute Leistung vergessen zu machen und mit einem Erfolgserlebnis im letzten Oberligaheimspiel aus der Saison zu gehen, glückte nicht. Stattdessen kassierte die Lydorf-Truppe ihre sechste Heimniederlage. Inklusive des 24:24 gegen Bretzenheim II gaben die Zweibrücker Frauen insgesamt 13 Heimpunkte ab. Immer wieder brach die ersatzgeschwächte Mannschaft in der zweiten Hälfte ein - so auch am Sonntag. Bis zum 21:22-Zwischenstand (37.) hatten die Gastgeber gut mitgehalten, dann aber scheiterten die Spielerin einige Male an der zweiten Torhüterin der Gäste, Helen Kiefer. So zogen die Gäste weg. Ähnlich war das auch schon im ersten Durchgang, als den Mainzern nach dem 11:11 und 14:15 wenige Torhüterparaden ausreichten, um sich einen Drei-Tore-Vorsprung zu erarbeiten. Zur Pause lag die FSG 18:16 vorne.

Die Gäste waren im weiteren Verlaufe der Partie ihrem Gegenüber in allen Bereichen überlegen, zogen kontinuierlich weg, sodass sich fünf Minuten vor Schluss beim 27:37-Zwischenstand eine echte Klatsche für die Zweibrücker abzeichnete. Jeder Wurf, der in der zweiten Hälfte auf das Zweibrücker Tor kam, ging auch rein. Zumindest im Angriff zeigten die SV-Frauen allerdings phasenweise auch eine ansprechende Leistung, erzielten immerhin auch 32 Tore. Die 40 Gegentore taten allerdings schon sehr weh, zumal die Zweibrücker Defensive somit innerhalb einer Woche in zwei Spielen 82 Gegentore kassierte. "Ich kann mir das überhaupt nicht erklären, warum wir momentan keine stabilere Abwehrleistung hinbekommen", war Rüdiger Lydorf nach dem Spiel angefressen und ratlos. Wobei die Gäste zwar mit einem kleinen - aber durchaus feinen Aufgebot angetreten waren. Die auffälligste Spielerin hatten die Gäste in Torjägerin Annika Schmidt, die elf Treffer zum deutlichen Auswärtssieg beisteuerte. Schmidt wird in der nächsten Saison voraussichtlich nicht mehr in der RPS-Oberliga spielen, sie wechselt zum Zweitliga-Absteiger Mainz-Bretzenheim.

Zum Thema:

Auf einen BlickSV 64: Jana Specht, Nina Jäger - Katharina Koch 4, Nadine Zellmer 5, Sarah Witzgall 2 - Lara Schlicker 1, Katharina Handermann 2 - Lisa Paquet 6 - Lucie Krein 9/7, Marion Weick 1, Miriam Schöneich 2. cg