| 22:07 Uhr

Handball-Oberliga
Abschiedsspiel für Löwen-Trainer Axel Koch

Marian Graff (am Ball) und die B-Junioren des SV 64 kämpfen noch um einen Platz in der Oberliga.
Marian Graff (am Ball) und die B-Junioren des SV 64 kämpfen noch um einen Platz in der Oberliga. FOTO: Marco Wille; www.marcowille.de / Marco Wille
Zweibrücken. Der SV-Coach steht am Samstag gegen VTV Mundenheim zum letzten Mal an der Seitenlinie. Zudem bestreiten am Wochenende beide B-Jugendteams des SV 64 ihre Endspiele in der Oberligaqualifikation. Von Roman Kuhn

Diesen Samstag um 18 Uhr empfangen die Zweibrücker Löwen die VTV Mundenheim zum letzten Spiel der Oberligasaison in der Ignaz-Roth-Halle. Dabei wollen die Jungs von Trainer Axel Koch ihrem scheidenden Coach und ihren Fans nochmal eine gute Leistung zum Abschied schenken.

Koch, der am zweiten Spieltag ungeplant das Traineramt bei den 64er übernommen hatte und somit überraschend aus dem selbstgewählten Ruhestand zurückgekehrt war, scheidet nun auf eigenen Wunsch aus und möchte sich zukünftig voll seinem Beruf und seiner Familie widmen. Er wird dem Verein aber auf Vorstandsebene weiter zur Verfügung stehen.

Mit der VTV Mundenheim stellt sich ein alter Bekannter vor. Im Letzten Jahr mussten die Vorderpfälzer gemeinsam mit dem SV 64 den bitteren Gang von der 3.Liga in die Oberliga-RPS antreten. Davor haben sich die Wege der beiden Vereine häufig in der Oberliga der Männer und auch in der Jugend gekreuzt.



Im Hinspiel in Mundenheim verletzte sich der Zweibrücker Mannschaftskapitän Tom Grieser schwer, er zog sich einen Bänderriss zu. Nach Griesers Ausfall verloren die SVler völlig den Faden und kassierten schließlich eine deutliche 28:34-Niederlage. „Unser größtes Problem war dabei die eigene Chancenverwertung und ein großartig haltender Nico Klein im Mundenheimer Tor“, stellte der Zweibrücker Trainer Axel Koch rückblickend heraus. „Klein hat sogar selbst auch zwei Tore beigesteuert, als wir in Unterzahl unseren Torhüter rausgenommen hatten.“

Auffälligster Spieler bei den Mundenheimer Hornissen ist der schnelle und zweikampfstarke Yannick Muth. Auf diesen hatten sich die 64er im Hinspiel eigentlich gut eingestellt. Mundenheim hat seit der überraschenden Heimniederlage gegen den TV Offenbach kein Spiel mehr verloren und zuletzt überzeugend gespielt. „In der Ignaz-Roth- Halle sind wir in dieser Saison aber noch ungeschlagen, was auch zum Saisonabschluss so bleiben soll“, merkte Axel Koch vor dem Duell der beiden torgefährlichsten Oberligamannschaften an.

Verabschiedet werden am Samstag nach dem Spiel neben Axel Koch, die beiden Linkshänder Tobi Alt und David Oetzel. In personeller Hinsicht kann Koch aus den Vollen schöpfen. „Unser Ziel ist es also, zum Abschluss der Runde noch einmal eine wirklich gute Leistung zu zeigen. Dabei müssen wir ein besseres Zweikampfverhalten, ein schnelleres Umschaltspiel und natürlich eine bessere Chancenverwertung zeigen. Außerdem möchten wir mit einem guten Spiel auch noch einmal etwas an unsere Zuschauer zurückgeben, die uns über die ganze Runde treu unterstützt haben“, gibt Koch die Richtung für den letzten Auftritt vor.

Die SV-Fans dürfen sich dabei wieder auf eine Heimmannschaft freuen, die erneut „Wiedergutmachung“ betreiben kann. In allen vergleichbaren Situationen im Laufe der zu Ende gehenden Oberligasaison ist den Zweibrücker Löwen genau dies eigentlich auch immer gelungen.

Ebenfalls im Einsatz sind die männliche und weibliche B-Jugend des SV 64 Zweibrücken in der Qualifikation zur Jugendoberliga. Beide Teams haben sich vor ihren abschließenden Spielen eine hervorragende Ausgangssituation verschaffen können. Die Jungs von Trainer Max Sema führen die Tabelle nach Siegen gegen die HSG Nordsaar (37:10), Elm-Sprengen (30:15) und die HG Saarlouis (20:19), ungeschlagen mit 6:0-Punkten an. Zum Aufstieg benötigen die Junglöwen allerdings noch einen Punkt im Heimspiel gegen den Oberligavizemeister aus dem vergangenen Jahr, die JSG Merchweiler-Quierschied. Anpfiff ist am Sonntag um 15 Uhr in der Ignaz-Roth-Halle.

Genau wie ihre männlichen Pendants, benötigen auch die Mädels des SV 64 noch einen Punkt aus der letzten Paarung der Qualifikation. Nach einer dramatischen Auftaktniederlage gegen das Team aus Merzig (17:18), schafften die Schützlinge von Trainerin Dunja Bullacher das Husarenstück und bezwangen sensationell den haushohen Favoriten Marpingen-Alsweiler in deren Halle mit 22:20. Nach einem weiteren Heimsieg am vergangenen Donnerstag gegen Fraulautern (18:12), müssen die Löwinnen am frühen Samstagmorgen um zehn Uhr, beim „Auswärtsspiel“ gegen die Mannschaft der VTZ Saarpfalz in der Westpfalzhalle antreten.