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50-Sekunden-Marke unterboten

 Trotz Jetlag überzeugte Wsf-Athlet Till Pallmann gegen die nationale Konkurrenz. Foto: pma
Trotz Jetlag überzeugte Wsf-Athlet Till Pallmann gegen die nationale Konkurrenz. Foto: pma FOTO: pma
Essen. Mit fünf Aktiven waren die Zweibrücker Wassersportfreunde in den Teams der SSG Saar/Max Ritter vertreten, die am Wochenende beim Finale der Schwimm-Bundesliga in Essen am Start waren. Dabei schwamm Till Pallmann als erster Zweibrücker in 48,95 Sekunden über die 100 Meter Freistil unter der 50-Sekunden-Marke. Thomas Wolf

Gut, dass Wsf-As Till Pallmann eigens für vier Tage aus Illinois angereist war, um das Team SSG Saar /Max Ritter zu unterstützen. Denn der US-Student drehte mächtig auf. In 48,95 Sekunden gelang ihm über die 100 Meter Freistil als erstem Zweibrücker und Schnellstem in seinem Team, die 50-Sekunden-Marke klar zu unterbieten. Genauso stark präsentierte er sich, trotz Jetlags nach über dreißigstündiger Anreise, über die 200 Meter Freistil, wo er in 1:47,67 Minuten eine nationale Topzeit erzielte. Rekorde schwamm er auch über die 400 Meter Freistil in 3:50,67 und über die 200 Meter Lagen in erstklassigen 2:03,23 Minuten. Über die 100 Meter Rücken (54,95 Sek.) schrammte Till Pallmann ganz dicht am Wsf-Rekord seines Bruders Neil vorbei und bewies seine verbesserte Vielseitigkeit seit seinem Wechsel an die University of Southern Illinois .

Auf Frank Schmidt ist Verlass

Am Start war auch Wsf-Altmeister Frank Schmidt, der fast ohne Training immer noch zu den besten saarländischen Brustschwimmern gehört und in 1:04,71 Minuten die zweitbeste Zeit des Teams schwamm. Über die 200 Meter Distanz schlug der ehemalige deutsche Kurzbahnmeister knapp vor dem fünften Wsf-Schwimmer, dem erst 16-jährigen Jean-Marc Emser, an, der bei seiner Premiere in der ersten Bundesliga die Strecke in 2:23,90 Minuten absolvierte. Am Ende reichte es für das Team mit Platz acht, knapp hinter der SG EWR Rheinhessen-Pfalz und vor der SG Frankfurt, doch noch zum sicheren Klassenverbleib. Damit startet die SSG Saar /Max Ritterauch im kommenden Jahr in der ersten Schwimm-Bundesliga.

Hüther bestätigt gute Form

Als schnellste Brustschwimmerin präsentierte sich Marlene Hüther beim Wettkampf in Essen . Dabei schwamm die Dietrichingerin sowohl über die 100 als auch die 200 Meter schneller als die versammelte deutsche Elite. Über die 100 Meter schlug sie im direkten Duell die deutsche Meisterin vom gastgebenden SG Essen , Caroline Ruhnau, in Bestzeit von 1:07,68 Minuten. Noch besser lief es über die 200-Meter-Distanz: Hier schwamm Hüther in 2:25,01 Minuten die klare Tagesbestzeit und verfehlte den deutschen Jahrgangsrekord nur um eine Zehntelsekunde. Gleich um über vier Sekunden verbesserte sie sich über die 200 Meter Lagen und zeigte, dass sie mittlerweile zu den besten deutschen Lagenschwimmerinnen gehört. Über die 200 Meter Freistil, wo die 16-Jährige bei den deutschen Meisterschaften überraschend die Silbermedaille gewann, schlug Hüther ebenfalls als Siegerin an. Einen hervorragenden Wettkampf bot auch Wsf-Schwimmerin Vanessa Dehaut. Um über eine Sekunde verbesserte sie über 100 Meter Freistil (1:04,76 Sek.) ihre Bestzeit. Nah an ihre Bestzeiten schwamm sie auch über die Rückendistanzen. Insgesamt belegte das Team Rang sechs, nur 15 Punkte hinter den SG Stadtwerke München . Deutscher Meister wurde der Titelvereidiger von der SG Essen .



 Marlene Hüther (Wsf Zweibrücken) schwimmt mit ihrem Team auch nächste Saison in der ersten Bundesliga. Foto: pma
Marlene Hüther (Wsf Zweibrücken) schwimmt mit ihrem Team auch nächste Saison in der ersten Bundesliga. Foto: pma FOTO: pma