| 22:40 Uhr

Schwimmen
Verpasster Rekord trübt gute Leistung nicht

Einen Titel bei den Aktiven sowie zahlreiche in seiner Altersklasse sicherte Timo Sorgius von der SSG Saar Max Ritter/Zweibrücken beim Sprint-Cup.
Einen Titel bei den Aktiven sowie zahlreiche in seiner Altersklasse sicherte Timo Sorgius von der SSG Saar Max Ritter/Zweibrücken beim Sprint-Cup. FOTO: Norbert Schwarz
Zweibrücken. Schwimmen: Die Lokalmatadore überzeugen beim 32. Sprint-Cup der Wassersportfreunde Zweibrücken. Von Melissa Schappe

Im Minutentakt ertönt das Startsignal, ein Anschlag am Beckenrand folgt auf den nächsten. Rund 130 Teilnehmer aus 17 pfälzischen und saarländischen Vereinen gingen beim 32. Sprint-Cup der Wassersportfreunde (WSF) Zweibrücken auf die Jagd nach Bestzeiten und Podestplätzen. Stark zeigten sich bei den Rennen über alle 50-Meter-Disziplinen, die 100 Lagen sowie zwei Mixed-Staffeln die Teams aus Neustadt und Grünstadt. Doch auch die Hausherren präsentierten sich mit durchweg starken Leistungen .Die Finals auf qualitativ hohem Niveau sorgten für Spannung. 

Bei den Männern setzte Timo Sorgius (Jg. 2003) mit dem Sieg im 50-Meter-Freistilfinale und dem zweiten Platz im Rückenfinale für ein Ausrufezeichen. In seiner Altersklasse blieb er über die übrigen Strecken, mit Ausnahme der 50 Brust, ungeschlagen. Ebenfalls erfolgreiche Endläufe bestritten Christopher Umlauf und Jannis Staiger (beide Jg. 2000). Umlauf wurde belegte über die 50 Freistil in neuer Bestzeit von 25,21 Sekunden Rang drei und wurde Sechster über die Schmetterling-Distanz. Staiger sicherte sich über die Brustdistanz sogar den zweiten Platz. In der Jahrgangswertung schwammen beide zu zahlreichen Podestplätzen. Überraschend schaffte es auch der Zweibrücker Top-Nachwuchsschwimmer Michael Raje (Jg. 2006) ins Brustfinale. In diesem hätte er fast den deutschen Altersklassenrekord geknackt. In 32,10 Sekunden verpasste er diesen nur um zwei Zehntel. Ebenso nah dran war Raje über die 100 Lagen. In 1:03,76 Minuten fehlten auch hier nur fünf Zehntel zum deutschen Rekord der Zwölfjährigen. Von Enttäuschung konnte nach diesen herausragenden Bestzeiten und den Jahrgangssiegen über alle Strecken, außer den 50-Metern-Rücken, über die er nicht antrat, Jedoch nicht die Rede sein. Mit starkem Selbstvertrauen geht es für ihn nun in den kommenden Wochen zu den letzten Wettkämpfen des Jahres.

Gewohnt stark zeigten sich auch die anderen Nachwuchsschwimmer der WSF. Alle Rennen, mit Ausnahme der 50 Schmetterling, gewann Leo Baumann im Jahrgang 2008. Besonders die 50 Freistil (31,44 sek) waren eine starke Leistung des erst Zehnjährigen. Der ein Jahr ältere Timothy Kabisch wurde Dritter über 50-Meter-Brust. Fleißig Edelmetall sammelten im Jahrgang 2006 Lukas Fritzke und Nikita Sorel Haubrich. Obwohl beide eher auf den längeren Strecken unterwegs sind, konnten sie auch auf den Sprintstrecken zeigen, was in ihnen steckt. Haubrich siegte über 50 Rücken und wurde Dritter über 50 Schmetterling, 50 Freistil und 100 Lagen. Fritzke gewann Silber über die gleichen Distanzen sowie über die 50-Meter-Brust. Im Jahrgang 2004 bestritten Max Strassel und Carl-Morris Magold einen starken Wettkampf. Strassel wurde vier Mal Zweiter und einmal Dritter, während Magold über 50-Meter-Rücken und 100-Meter-Lagen zum Sieg schwamm. Über alle Strecken auf dem Podest stand Leon Theisohn (Jg.2002).



Die WSF-Schwimmerinnen lieferten ebenfalls neue Bestzeiten. So wurde Alina Hubert (Jg. 2004) starke Zweite über 100-Meter-Lagen (1:23,86 min). Evelyn Letkiman (Jg. 2003) gewann gleich zwei Mal Silber und zwei Mal Bronze und bestätigte damit ihre aufsteigende Form. Mit vierten Plätzen in einem starken Teilnehmerfeld konnte Antonia Buchholtz auf sich aufmerksam machen.

Aufs Podest schwammen auch die Zweibrücker Staffeln. Die 4x50-Lagen-Mixed-Staffel in der Besetzung Evelyn Letkiman, Jannis Staiger, Constanze Umlauf und Timo Sorgius sicherte sich knapp den Sieg vor dem SC Neustadt. In der 6x50-Merter-Freistil-Staffel schlugen die Zweibrücker knapp hinter Neustadt als Zweiter an, das zweite Wsf-Team kam noch vor der ersten Völklinger Mannschaft als Dritter ins Ziel.