| 23:34 Uhr

Schwerer Brocken
„Das wird eine Riesenaufgabe“

VTZ-Spieler Tom Paetow appelliert vor dem Heimspiel gegen Pforzheim an einen erneut guten Zusammenhalt im Team.
VTZ-Spieler Tom Paetow appelliert vor dem Heimspiel gegen Pforzheim an einen erneut guten Zusammenhalt im Team. FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Zweibrücken. Handball-Drittligist VT Zweibrücken steht vor schwerer Heimpartie gegen die TGS Pforzheim. Von Jadran Pesic

(jad) Die Handballer der VT Zweibrücken-Saarpfalz können wieder lachen. Nach den zuletzt unglücklichen Punktverlusten und teilweise auch sehr schwachen Auftritten, kam der erste Saisonsieg beim TVS Baden-Baden gerade recht. Mit dem der Aufsteiger auch den ersten wichtigen Schritt Richtung Verbleib in der 3. Liga Süd gemacht hat. Ein ganz anderes Kaliber erwartet die Mannschaft von Trainer Danijel Grgic an diesem Samstag ab 19 Uhr im nächsten Heimspiel. Mit der TGS Pforzheim, die seit Jahren in der Spitzengruppe der 3. Liga Süd zu finden ist, kommt eine Spitzenmannschaft nach Zweibrücken.

„Sicher war fünf Minuten vor Schluss bei vier Toren Rückstand die Hoffnung auf ein Minimum geschrumpft. Dennoch hatte ich an diesem Tag immer ein positives Gefühl, auch als wir in Rückstand lagen. Wir haben als Mannschaft immer weiter gemacht. Daher bin ich auch nicht überrascht, dass wir dieses Comeback noch geschafft haben“, blickt Rückraumshooter Tom Paetow auf den vergangenen Samstag beim TVS Baden-Baden zurück. Paetow selbst hatte nicht unerheblichen Anteil am Erfolg, steuerte elf Tore zum Sieg bei. „Der Schlüssel zum Erfolg war definitiv der Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft und, dass wir nie aufgegeben haben.“

Mit der TGS Pforzheim erwartet die Mannschaft von Trainer Danijel Grgic am Samstag eine ungleich schwerere Aufgabe als noch in der Vorwoche. Die Mannschaft von Weltmeister Andrej Klimovets zählt seit vielen Jahren zu den absoluten Top-Teams der Liga und hat auch schon diese Saison trotz zweier Niederlagen gezeigt, dass sie wieder zu den absoluten Schwergewichten zu zählen sind. Die Mannschaft ist gespickt mit tollen Spielern, wie Kapitän Florian Taafel, hinter dessen Einsatz am Wochenende nach einer Verletzung am Finger allerdings noch ein kleines Fragezeichen steht. Auch Rechtsaußen Marco Kikillus, der vergangene Saison einer der besten Torschützen der Liga war, und auch jetzt wieder zu den absoluten Top-Torschützen zählt, ist eine Stütze der Mannschaft. Mit Jonathan Binder und Sebastian Ullrich haben sie zudem zwei hervorragende Torhüter um die sie die ganze Liga beneidet. „Pforzheim hat eine körperlich robuste und ausgeglichen besetzte Mannschaft. In der Abwehr stehen sie sehr kompakt und im Angriff sind sie von allen Positionen gefährlich“, beschreibt Paetow die Truppe von Andrey Klimovets, die kaum Schwächen hat.



Weiterhin verzichten müssen die Saarpfälzer bei der schweren Aufgabe am Samstag auf Kreisläufer Wladislaw Kurotschkin. Auch hinter dem Einsatz von Tomas Kraucevicius steht weiterhin ein Fragezeichen, nachdem sich der Rückraumspieler in der Vorwoche am Auge verletzt hat. Wetz und Petrusis, die einige Blessuren aus Sandweier mitgebracht haben, werden aber wohl auflaufen können. Dass sich die Zweibrücker von solchen Widrigkeiten nur wenig beeindrucken lassen, haben sie bewiesen. Sie gehen am Samstag mit breiter Brust ins Spiel, auch in dem Wissen, dass sie nichts zu verlieren haben. „Wir müssen wieder an uns glauben und denselben Zusammenhalt an den Tag legen wie zuletzt“, fordert Paetow und fügt mit einem Schmunzeln hinzu: „Das wird eine Riesenaufgabe, aber wir freuen uns darauf. Und das Duell David gegen Goliath hat schon öfter einen überraschenden Sieger hervorgebracht“, hofft der VTZ-Neuzugang.