| 20:07 Uhr

3. Handball-Liga
VT Zweibrücken hofft auf erneute Überraschung

Zweibrücken. 3. Handball-Liga Süd: Der vorzeitige Knockout in Sachen Abstieg soll im Spiel beim TSB Heilbronn-Horkheim vermieden werden. Von Jadran Pesic

(jad) Rein rechnerisch sind die Handballer der VT Zweibrücken noch nicht abgestiegen. Doch bei fünf Punkten Rückstand zum rettenden Ufer bei nur noch drei Spielen ist der Zug in der 3. Liga Süd mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit erstmal abgefahren. Am Samstag führt sie ihr Weg nach Heilbronn-Horkheim, wo sie um 20 Uhr auf den TSB treffen. Im Hinspiel konnte die Mannschaft von Danijel Grgic den Favoriten nicht nur ärgern, sondern auch mit 26:25 besiegen. Auf einen erneuten Erfolg hoffen die Saarpfälzer, wobei die letzten Ergebnisse nur wenig Grund zur Hoffnung geben.

Acht Spieltage ist es jetzt her, dass der Aufsteiger den letzten Sieg feiern konnte. Seit dem gab es bis auf das Unentschieden beim TuS Fürstenfeldbruck nur noch Niederlagen. Damals stand die VTZ noch auf einem Nichtabstiegsplatz. Mittlerweile wurden sie bis auf den vorletzten Rang durchgereicht. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Auch wenn der Abstieg quasi besiegelt ist, ist aus den Reihen der Zweibrücker dennoch zu vernehmen, dass sie sich in den letzten Partien keineswegs ergeben, sondern nochmal alles reinwerfen, was die müden Knochen hergeben. Die Grgic-Truppe will sich erhobenen Hauptes aus der Liga verabschiedenl.

Der kommende Gegner weckt bei der VTZ gute Erinnerungen. Im Hinspiel setzte sich die Truppe um Kapitän Philip Wiese überraschend gegen den hoch gehandelten TSB Heilbronn-Horkheim mit 26:25 durch. Die VTZ zeigte sich damals von ihrer besten Seite und war in Abwehr wie Angriff über nahezu die komplette Spielzeit hellwach. Zuletzt jedoch erlaubten sie sich immer wieder zu lange Schwächephasen, die von den Gegnern ein ums andere Mal rigoros bestraft wurden. Eine der Stärken der gegnerischen Mannschaft von Trainer Volker Blumenschein liegt in der Offensive. Mit 840 Treffern stellen sie den besten Angriff der 3. Liga Süd. Zurzeit belegt der TSB den siebten Rang, wobei er nur einen Punkt Rückstand auf den derzeitigen Zweiten, den TuS Dansenberg, hat und sich noch Hoffnungen auf die Vizemeisterschaft machen darf. Die beiden besten Torschützen im Team des TSB, Pierre Freudl und Nils Boschen, konnten im Hinspiel nahezu komplett aus dem Spiel genommen werden und steuerten zusammen nur einen einzigen Treffer aus dem Spiel bei.



Soll die erneute Überraschung gelingen, muss auch am Samstag dieses Duo neutralisiert werden. Überhaupt wird es wieder darauf ankommen, in der Abwehr sich hellwach zu präsentieren und den Gastgebern möglichst wenige einfache Tore zu erlauben. Das wiederum erfordert auch im Angriff über die komplette Spielzeit eine ruhige wie kontrollierte Herangehensweise. Eine Phase, wie zu Beginn der zweiten Hälfte im Heimspiel gegen Haßloch, als die VTZ innerhalb weniger Minuten gleich sechs Torchancen nicht verwerten konnte, könnte auch am Samstag den vorzeitigen K.o. bedeuten.