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3. Handball-Liga
Die Sorgenfalten werden größer

  Anders als im Hinspiel gegen Neuhausen/Filder reichte es für die VTZ um Tom Paetow dieses Mal nicht zum Remis .
Anders als im Hinspiel gegen Neuhausen/Filder reichte es für die VTZ um Tom Paetow dieses Mal nicht zum Remis . FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Zweibrücken. Handball-Drittligist VT Zweibrücken steckt nach der Niederlage bei Neuhausen/Filder zum Jahresauftakt unten fest. Von Jadran Pesic

Die Handballer der VT Zweibrücken-Saarpfalz haben zum Jahresauftakt einen Rückschlag hinnehmen müssen. Das Team von Trainer Danijel Grgic unterlag auswärts beim TSV Neuhausen/Filder mit 27:29 (13:12) und bleibt damit auf dem vorletzten Rang der 3. Liga Süd. Bester Torschütze war der Zweibrücker Martin Mokris mit neun Treffern.

„Es war die erwartet schwere Partie. Wie im Hinspiel begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe“, sagte Grgic. Im Vergleich zum 36:36 in Zweibrücken gab es in Neuhausen aber bedeutend weniger Tore zu bestaunen. Das lag an zwei guten Abwehrreihen, die das Niveau aber nicht über die gesamte Spielzeit halten konnten. Nach ausgeglichener Anfangsphase setzten sich die Hausherren in der achten Minute auf 6:4 ab. Nach dem zwischenzeitlichen 7:5 (10.) übernahmen die Zweibrücker die Kontrolle. Nach Treffern von Philip Wiese, zwei Mal Martin Mokris und Tom Paetow führten die Saarpfälzer mit 9:7 (15.). „Die Abwehr stand in dieser Phase gut und Yannic hat ein paar Bälle gehalten“, erklärte der VTZ-Coach. TSV-Trainer Eckard Nothdurft fackelte nicht lange und unterbrach den Lauf der Gäste mit einer Auszeit. Zudem stellte er die 6:0-Abwehr in ein 5:1 um, was die Zweibrücker in der Folge etwas hemmte. SO kamen die Gastgeber wieder auf 10:10 heran (20.). Grgic hatte genug gesehen und versuchte ebenfalls mit einer Auszeit seiner Mannschaft neue Impulse zu geben. Das misslang im ersten Moment. Doch dann zeigte die Auszeit ihre Wirkung, die Zweibrücker wurden stärker und gingen mit 13:11 (29.) in Front. „Schade, dass wir in der Schlussphase der ersten Hälfte nicht abgezockt genug waren. Wir hätten auch mit einem Drei- oder Vier-Tore-Vorsprung in die Halbzeit gehen können“, bemängelte Grgic die Chancenverwertung. So verkürzten die Hausherren30 Sekunden vor dem Pause auf 12:13.

Den besseren Start in die zweite Hälfte erwischten die Gäste, die sehr bissig und aggressiv aus der Kabine kamen. In der 40. Minute führte die VTZ bereits mit 19:15. Die Schiedsrichter erteilten in der Folge viele Zeitstrafen, die teilweise sicher sehr hart waren. „Für jede Kleinigkeit gab es da ein Zeitstrafe“, monierte Grgic nach der Partie. Seine Jungs bekamen insgesamt neun aufgebrummt und waren damit insgesamt 18 Minuten in Unterzahl. Kapitän Philip Wiese handelte sich gleich drei ein und konnte durch die Rote Karte ab Mitte der zweiten Hälfte nicht mehr eingreifen. Grgics Jungs bewiesen aber ihr großes Kämpferherz und gaben sich zu keiner Phase geschlagen. Angeführt von den beiden treffsicheren Rückraumspielern Martin Mokris und Tom Paetow konnte die VTZ aber den Vorsprung keineswegs verkürzen, was vor allem an einer insgesamt schwachen Wurfausbeute lag. „Wir haben es dem gegnerischen Torhüter zu einfach gemacht. Außerdem haben wir es auch in den Überzahlsituationen nicht gut genug ausgespielt. Zu oft war es einfach zu statisch, was wir im Angriff geboten haben“, zeigte sich Grgic unzufrieden. In der 57. Spielminute schien die Partie beim Stand von 28:24 für die Gastgeber gelaufen. Doch etwas weniger als 30 Sekunden vor dem Ende verkürzt der Aufsteiger aus der Rosenstadt auf 27:28 nach einem Treffer von Tomas Kraucevicius, der ansonsten in dieser Partie, ebenso wie die ganze rechte Seite, etwas blass blieb. Es war den Zweibrückern aber nicht vergönnt, noch einen Punkt zu entführen. Wenige Sekunden vor dem Ende entschied Philipp Keppeler mit seinem Treffer zum 29:27 die Partie für den TSV.



„Es bleibt uns jetzt nichts anderes übrig, als weiter zu trainieren und weiter zu machen. Nächsten Sonntag geht es nach Willstätt, da haben wir nichts zu verlieren“, sagte Grgic nach dem denkbar schlechten Start ins Handballjahr 2019, durch den die Zweibrücker weiter um den Klassenverbleib bangen müssen.