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Das wahre Gesicht
Grgic hatte lange zu knabbern

Den Kampf annehmen müssen die VTZ-Handballer um Robin Schweitzer (links) in der Partie bei Mitaufsteiger TSV Baden-Baden von der ersten Minute an.
Den Kampf annehmen müssen die VTZ-Handballer um Robin Schweitzer (links) in der Partie bei Mitaufsteiger TSV Baden-Baden von der ersten Minute an. FOTO: Martin Wittenmeier
Zweibrücken. Handball-Drittligist VT Zweibrücken will sich im Aufsteigerduell in Baden-Baden von seiner besseren Seite zeigen. Von Jadran Pesic

Die Handballer der VT Zweibrücken-Saarpfalz sind auf Wiedergutmachung aus. Nach der bislang schwächsten Saisonleistung bei der bitteren Heimniederlage gegen den TV Willstätt, wollen sie beweisen, dass sie mehr können. Nach zwei Heimspielen in Folge steht am Samstag das nächste Auswärtsspiel für den Drittliga-Aufsteiger auf dem Programm. In der Rheintalhalle in Sandweier empfängt um 20 Uhr der TSV Baden-Baden, ebenfalls ein Aufsteiger, die Mannschaft von Trainer Danijel Grgic.

„Ich hatte lange daran zu knabbern – und es ist immer noch nicht wirklich vorüber. So eine schwache Leistung haben wir bislang noch nie abgeliefert“, ärgert sich Grgic auch Tage nach der Partie noch immer über die Art und Weise, wie die Niederlage zustande kam. Seine Mannschaft fand nie so wirklich zu ihrem Spiel und machte es dem Gegner mit einer sehr hohen Zahl an unnötigen Fehlern recht einfach, die Punkte aus Zweibrücken zu entführen. Wie schon oft gewarnt, sei es schlicht und ergreifend so, dass in der 3. Liga ein anderer Wind weht als in der Oberliga. „Nichtsdestotrotz müssen wird nach vorne schauen. Wir haben diese Saison schon gezeigt, dass wir Qualität haben und müssen jetzt in den Spielen wieder ruhiger und konzentrierter bleiben. Wir müssen uns an das halten, was wir uns vornehmen. Dann wird es, wenn auch in kleinen Schritten, wieder in die richtige Richtung gehen“, erklärt der VTZ-Trainer.

Der TSV 1907 Baden-Baden ist mit einem Sieg in die Runde gestartet und fertigte im ersten Heimspiel den TV Willstätt mit 30:23 ab. Danach hagelte es aber erst einmal drei klare Niederlagen, wobei sich der kommende VTZ-Gegner gegen die TGS Pforzheim, Konstanz und bei der HG Saarlouis sicherlich auch schon im Vorfeld nicht allzu viel hat ausrechnen können. Die Mannschaft von Trainer Ralf Ludwig, der seit vier Jahren der starke Mann beim TSV ist, besticht durch großen Einsatz und viel Leidenschaft. „Baden-Baden ist heimstark und spielt recht guten Handball“, sagt Grgic über den nächsten Gegner, der besonders bei den Heimspielen von seinen Fans eine tolle Unterstützung erfährt. Im Duell der beiden Aufsteiger wird es wohl in erster Linie darauf ankommen, die eigene Fehlerzahl möglichst gering zu halten. Beide Mannschaften brauchen die Punkte gegen die direkten Konkurrenten, wenn man das Ziel Klassenverbleib realisieren will. Naturgemäß seien aber solche Partien gerne von viel Nervosität geprägt.



„Ich denke, dass die Jungs darauf brennen, etwas gut zu machen und wieder ihr wahres Gesicht zu zeigen“, zeigt sich Grgic optimistisch, dass seine Mannschaft sich wieder von ihrer anderen Seiten präsentieren wird. Für den ehemaligen kroatischen Nationalspieler ist am Samstag wichtig, in der Abwehr wieder kompakter zu stehen und vorne die Angriffe ruhig und durchdacht aufzubauen. „Wenn dann der Gegner am Ende gewinnt, weil er einfach besser war, habe ich damit kein Problem“, erklärt Grgic. Wie viel Einfluss das Siegen-Müssen schon in einer noch jungen Saison ausmacht, sei vergangene Woche bei klar geworden. Vielleicht sei aber auch genau diese Niederlage der Weckruf gewesen, den die VTZ gebraucht hat. Denn, wie man es auch dreht und wendet, die Zweibrücker bräcuhten eine außergewöhnliche Saison, um den Ligaverbleib zu meistern.