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3. Handball-Liga
Wiese fällt auf unbestimme Zeit aus

VTZ-Kapitän Philip Wiese hat sich den Diskus im linken Handgelenk gerissen und wird der VTZ fehlen.
VTZ-Kapitän Philip Wiese hat sich den Diskus im linken Handgelenk gerissen und wird der VTZ fehlen. FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Zweibrücken . Handball-Drittligist VT Zweibrücken hat gleich zu Saisonbeginn mit Verletzungsproblemen zu kämpfen. Von Jadran Pesic

Einen der Saisonhöhepunkte bereits am zweiten Spieltag vor der Nase, und doch ist die Stimmung bei den Handballern der VT Zweibrücken vor der Partie beim TuS Dansenberg gedämpft. Die Auftaktpleite zuhause gegen die Rhein-Neckar-Löwen II ist schneller zu verkraften als die Nachricht von Philip Wieses erneuter Handverletzung.

„Ich glaube, dass wir es letzte Woche gar nicht schlecht gemacht haben. In der zweiten Halbzeit haben wir vorne vor allem zu viele Chancen liegen lassen. Insgesamt hatten die Rhein-Neckar Löwen II weniger Fehler gemacht und in der zweiten Halbzeit einen Torhüter, der uns das Leben extrem schwer gemacht hat“, erklärt Philip Wiese. Der Kapitän und Führungsspieler konnte unter der Woche nicht am Training teilnehmen. Am Donnerstag dann die bittere Diagnose: Der Publikumsliebling hat sich den Diskus im linken Handgelenk gerissen und fällt für unbestimmte Zeit aus. Doch das sollte nicht die letzte Hiobsbotschaft aus dem VTZ-Lager sein. Auch Rückraumspieler Tomas Kraucevicius, der sich eine Verletzung am Finger zugezogen hat, konnte diese Woche nicht mittrainieren und wird am Samstag, 20 Uhr, wohl ebenfalls Trainer Danijel Grgic nicht zur Verfügung stehen. Neben dem mit Mittelfußbruch ausfallenden Kreisläufer Wladislaw Kurotschkin sind das somit zwei weitere Leistungsträger der ersten Sieben, die Grgic jetzt irgendwie ersetzen muss.

Beim TuS Dansenberg hingegen war der Saisonauftakt fast ein Einstand nach Maß. Beim Vorjahresmeister aus Kornwestheim setzte das Team mit dem Remis ein erstes Ausrufezeichen. Auch, wenn sogar ein Sieg drin war. Ganz überraschend ist diese Punkteteilung in Anbetracht der Kaderstärke des TuS dann aber doch nicht. Vor der Saison konnten mit Torhüter Kevin Klier (Friesenheim), Robin Egelhof (Friesenheim), Sebastian Bösing (Konstanz) und Fabian Serwinski (A-Jugend Rhein-Neckar Löwen) gleich vier Hochkaräter verpflichtet werden, die den ohnehin schon guten Kader nochmals verstärkten.



Am Samstag erwartet die Saarpfälzer in der Sporthalle in Dansenberg ein Hexenkessel, wie es ihn nur wenige Male gibt. Da gilt es, kühlen Kopf zu bewahren. Im ersten Heimspiel der Saison wird die Mannschaft von TuS-Trainer Marco Sliwa darauf aus sein, ein Feuerwerk abzubrennen. Umso wichtiger wird es für die VTZ sein, von Anfang an voll dagegen zu halten. Einer, der diese Atmosphäre besser kennt als sonst jemand aufseiten der VTZ, ist Ex-Dansenberger Alexey Wetz, der in seine vierte Saison bei den Zweibrückern geht. Wetz hatte im letzten Spiel seinen ersten Einsatz im diesem Jahr. Ende letzten Jahres hatte er sich das Kreuzband gerissen und bekam zum Auftakt seine ersten Spielminuten des Jahres: „Unabhängig von meiner eigenen Leistung wäre mir ein Sieg im ersten Spiel natürlich lieber gewesen. Ich hatte richtig viel Lust auf die Partie, aber leider konnte ich es auf der Platte nicht so umsetzen, wie ich es mir vorgenommen hatte“ erklärt Wetz, der sich aber gut fühlt. „Aber mit dem Knie ist es für mich noch schwer, in den Ligaalltag reinzukommen. Unterbewusst spielt da der Kopf vielleicht auch noch ein bisschen mit rein, weswegen ich noch nicht bei 100 Prozent bin. Auf die Partie am Samstag aber freue ich mich dennoch sehr, denn ich bin in Dansenberg handballerisch groß geworden und kenne so ziemlich jeden“, freut er sich.