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Handball-Oberliga
VTZ geht als Außenseiter ins Pfalzderby

  Eine gute Trefferquote braucht die VTZ um Wladislaw Kurotschkin heute Abend, wenn sie gegen Dansenberg bestehen will.
Eine gute Trefferquote braucht die VTZ um Wladislaw Kurotschkin heute Abend, wenn sie gegen Dansenberg bestehen will. FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Zweibrücken. Drei Niederlagen in Folge haben die Drittliga-Handballer der VT Zweibrücken zuletzt kassiert. Zum Jahresabschluss soll ein Heimsieg her. Eine schwere Aufgabe. Von Jadran Pesic

Mit einem Pfalzderby lassen die Handballer der VT Zweibrücken-Saarpfalz ihr Sportjahr ausklingen. Heute Abend ab 20 Uhr ist in der Westpfalzhalle der TuS Dansenberg zu Gast. Während die Zweibrücker mittlerweile auf den vorletzten Rang der 3. Liga Süd abgerutscht sind, grüßen die Dansenberger vom vierten Platz und könnten mit einem Sieg, bei gleichzeitigen Niederlagen der HBW Balingen-Weilstetten II sowie der Rhein-Neckar Löwen II, das Jahr sogar als Zweiter abschließen.

Viele Prognosen sind im Vorfeld der Saison zum Abschneiden der Teams getroffen worden. Der VTZ, als einem der drei Aufsteiger, wurde nur eine Außenseiterchance eingeräumt. Beim TuS Dansenberg hingegen waren sich Fans und Experten sicher, dass hier eine Mannschaft zusammengestellt wurde, die unter den Top-5 landen, womöglich sogar ganz oben angreifen kann. Mit Kevin Klier wurde der vielleicht beste Torhüter der 3. Liga vom Bundesligisten TSG Friesenheim verpflichtet. Dazu konnte der TuS sich mit Robin Egelhof, Sebastian Bösing und Fabian Serwinski verstärken. Auch VTZ-Coach Danijel Grgic, der Dansenberg ebenfalls weit oben eingeordnet hatte, zeigt sich wenig erstaunt vom derzeitigen Erfolg. „Es überrascht mich keineswegs, dass sie da stehen, wo sie stehen. Marco Sliwa macht als Trainer einen hervorragenden Job und Alex Schmitt hat bei seinen Transfers bisher ein glückliches Händchen bewiesen.“ Zuletzt feierte die Sliwa-Sieben drei Siege in Folge.

Wie auch der TuS hat die VTZ eine Drei-Spiele-Serie vorzuweisen. Jedoch prägen drei Niederlagen in Folge die vergangenen Wochen nach dem Überraschungscoup gegen die TSB Heilbronn-Horkheim. Besonders die letzte Pleite auswärts bei der Bundesligareserve der Rhein-Neckar Löwen nagt an dem Nervenkostüm von Grgic. „Es ist für uns schwer, im Moment etwas Zählbares zu holen. Wir spielen immer gut und holen dennoch keine Punkte. Wenn wir gewinnen wollen, muss am Freitag alles passen“, betont der VTZ-Coach, der den TuS als klaren Favoriten sieht. Bei einem Blick auf die Tabelle wird schnell klar, wo die große Stärke des TuS Dansenberg liegt. Mit gerade einmal 401 Gegentreffern nach 16 Spielen stellen sie gemeinsam mit der HSG Konstanz eine der besten Abwehrreihen der Liga. Die Defensive um TuS-Kapitän Christopher Seitz und Spitzenkeeper Klier hat bereits im Hinspiel gezeigt, was die VTZ nun erwartet. Stark ersatzgeschwächt kamen die Rosenstädter nicht über ein 16:23 hinaus.



Diesmal sind die Vorzeichen andere. Während die VTZ aus dem Vollen schöpfen kann, muss Sliwa auf zwei Stützen verzichten. Mit dem Franzosen Loic Laurent und Robin Egelhof fehlen zwei wichtige Rückraumspieler. Auch die seit Wochen widrige Trainingssituation macht dem TuS das Leben schwer. Dennoch schafft es Dansenberg fast ausnahmslos Woche für Woche starke Leistungen zu zeigen und von Sieg zu Sieg zu eilen. „Obwohl sie etwas dezimiert sind, schaffen sie es, mit Kevin Klier und ihrer Abwehr das weitestgehend zu kompensieren. Vorne übernimmt Jan Claussen die Verantwortung und zeigt sich sehr torgefährlich“, analysiert Grgic den Gegner. Zudem haben sie mit Marc-Robin Eisel einen jungen Spieler, der eine tolle Übersicht hat.

Wie auch im Hinspiel, sind die Dansenberger erneut der klare Favorit. Aufgrund des vermuteten großen Zuschauerandrangs bittet die VTZ am Freitag um rechtzeitige Anreise. Zusätzliche Einlasspunkte werden gesondert beschildert.