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Löwen auf Kurs, Kiel verliert

 Der Kieler Filip Jicha (re.) versucht an Juan Garcia vom FC Barcelona vorbei zum Wurf zu kommen. Die "Zebras" verloren gestern das Heimspiel gegen die Katalanen mit 30:32. Foto: dpa
Der Kieler Filip Jicha (re.) versucht an Juan Garcia vom FC Barcelona vorbei zum Wurf zu kommen. Die "Zebras" verloren gestern das Heimspiel gegen die Katalanen mit 30:32. Foto: dpa
Leipzig. Der "Alte Fritz" hat die Rhein-Neckar Löwen in der Champions League auf Kurs zum Gruppensieg gebracht, dem TBV Lemgo droht hingegen auf Europas Handball-Parkett ein weiterer Tiefpunkt Von dpa-Mitarbeiter Martin Kloth

Leipzig. Der "Alte Fritz" hat die Rhein-Neckar Löwen in der Champions League auf Kurs zum Gruppensieg gebracht, dem TBV Lemgo droht hingegen auf Europas Handball-Parkett ein weiterer Tiefpunkt. Mit insgesamt 16 Paraden war der 35-jährige Torhüter-"Oldie" Hennig Fritz Garant für den hart erkämpften 35:32 (15:19)-Erfolg der Mannheimer Löwen am Samstag beim polnischen Meister KS Vive Targi Kielce. Das weiter ungeschlagene Team von Trainer Ola Lindgren hat nun im Duell mit dem punktgleichen Tabellenführer MKB Veszprem aus Ungarn den Sieg in der Gruppe B im Visier. "Das gibt Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben", sagte Lindgren. Finster hingegen sieht es für Lemgo aus. Die mit höchsten Ambitionen in die Saison gestarteten Ostwestfalen blamierten sich im EHF-Cup mit einer 27:30 (13:13)- Schlappe in eigener Halle gegen Benfica Lissabon. Unterdessen hat der - wie Bundesliga-Spitzenreiter HSV Hamburg bereits für das Achtelfinale qualifizierte - THW Kiel die erste Niederlage in der Königsklasse hinnehmen müssen. Im Klassiker gegen den Erzrivalen FC Barcelona zog der deutsche Rekordmeister am Sonntag mit 30:32 (15:17) den Kürzeren und kassierte die erste Heimpleite gegen die Katalanen überhaupt. Zudem verloren die "Zebras" die Tabellenführung der Staffel D an die Spanier und müssen nun um den Gruppensieg zittern. "Wir waren nicht schlau genug, um heute zu gewinnen", sagte Kiels bester Werfer Filip Jicha.Göppingen mit Polster Bereits auf dem Weg ins Europacup-Viertelfinale befinden sich mit dem VfL Gummersbach, Frisch Auf Göppingen und der SG Flensburg-Handewitt drei Bundesligisten. Im Pokalsieger-Wettbewerb gewann Gummersbach das Achtelfinal-Hinspiel gegen ABC Bragaaus Portugal mit 30:26. Im EHF-Cup geht Göppingen mit einem 39:30-Polster ins Rückspiel gegen HB Aalborg (Dänemark). Die Flensburger hatten vor heimischer Kulisse Istres HB aus Frankreich mit 34:23 deklassiert. Lemgos Trainer Volker Mudrow wetterte nach der peinlichen Pleite: "Ich bin sehr enttäuscht und sauer, welche Leistung wir gezeigt haben. Wir wissen, dass der EHF-Pokal unsere letzte Chance ist, in dieser Saison noch einen Titel zu holen. Trotzdem haben wir es von Anfang an nicht geschafft, die Portugiesen in den Griff zu kriegen." Schon vor Saisonbeginn hatte Lemgo die Qualifikation zur Champions League beim Turnier im spanischen Leon mit drei Niederlagen in drei Spielen vergeigt. Dies hatte seinerzeit Trainer Markus Baur und Sportdirektor Daniel Stephan die Jobs gekostet. Nachfolger Mudrow hatte trotz sportlich dürftiger Vorstellungen seinen Vertrag im Dezember vorzeitig bis 2012 verlängert. Nun will der 40-Jährige mit Durchhalteparolen Zweckoptimismus verbreiten. "Wir haben in Portugal noch die Gelegenheit, alles wieder gerade zu biegen", sagte Mudrow. Die Hamburger gaben sich am Sonntag hingegen beim Bundesliga-Schlusslicht GWD Minden keine Blöße und siegten 28:22 (13:11). Damit hat der HSV weiter einen Punkt Vorsprung vor Kiel. Neuer Dritter ist Flensburg, das den SC Magdeburg mit 27:24 (15:12) bezwang.