| 00:22 Uhr

Löw lässt die Kapitänsfrage ungeklärt

 Symbolisch: Bundestrainer Joachim Löw (vorne) lässt Michael Ballack hinten anstehen. Er sei nicht in optimaler Form. Foto: dpa
Symbolisch: Bundestrainer Joachim Löw (vorne) lässt Michael Ballack hinten anstehen. Er sei nicht in optimaler Form. Foto: dpa
Berlin. Joachim Löw lässt Michael Ballack warten. Erst bei einer optimalen Form werde der 33-Jährige in die deutsche Fußball- Nationalelf zurückkehren, sagte der Bundestrainer

Berlin. Joachim Löw lässt Michael Ballack warten. Erst bei einer optimalen Form werde der 33-Jährige in die deutsche Fußball- Nationalelf zurückkehren, sagte der Bundestrainer. Für den Start in die Europameisterschaft-Qualifikation am kommenden Freitag in Belgien und vier Tage später in Köln gegen Aserbaidschan verzichtet er auf den Kapitän, der die Weltmeisterschaft in Südafrika verletzt verpasst hatte. Löw schwieg zur Kapitäns-Frage. Ursprünglich wollte er vor Beginn der Qualifikation entscheiden: Ballack oder Philipp Lahm. Nach einem Telefonat mit Ballack habe Einigkeit bestanden, dass der 98-malige Nationalspieler nicht dem Aufgebot angehört, erklärte Löw lediglich am Freitag: "Es war ein gutes und vertrauensvolles Gespräch. Michael ist drei Monate nach seiner schweren Verletzung auf einem guten Weg. Wichtig wird nun sein, dass er in den nächsten Wochen bei Bayer Leverkusen zu seiner optimalen Form zurückfindet." Bayer-Sportdirektor Rudi Völler sagte: "Es ist eine sehr vernünftige Entscheidung vom Bundestrainer und von Michael Ballack, dass Michael auf die beiden Begegnungen verzichtet." Löw berief 17 WM-Fahrer in den 21-köpfigen Kader. Bayers René Adler, der als dritter Torhüter Jörg Butt von Bayern München ablöst, und Heiko Westermann vom Hamburger SV kehren nach der wegen Verletzungen verpassten WM in die Nationalelf zurück. In Christian Träsch (VfB Stuttgart) und Sascha Riether (VfL Wolfsburg) berief Löw zwei Akteure, die beim ersten Länderspiel nach der WM in Dänemark (2:2) dabei waren. Verletzt fehlen der Wolfsburger Arne Friedrich, Jérome Boateng (Manchester City), Piotr Trochowski und Dennis Aogo (Hamburger SV sowie Thomas Hitzlsperger (West Ham United). Serdar Tasci (VfB Stuttgart) wurde wegen fehlender Spielpraxis nicht nominiert. dpa



Auf einen Blick Das deutsche Aufgebot: Tor: René Adler (Bayer Leverkusen), Manuel Neuer (FC Schalke), Tim Wiese (Werder Bremen). Abwehr: Holger Badstuber, Philipp Lahm (beide Bayern München), Marcell Jansen, Heiko Westermann (beide Hamburger SV), Per Mertesacker (Bremen), Sascha Riether (VfL Wolfsburg). Mittelfeld: Sami Khedira, Mesut Özil (beide Real Madrid), Bastian Schweinsteiger, Toni Kroos, Thomas Müller, (alle Bayern), Marko Marin (Bremen), Lukas Podolski (1. FC Köln), Christian Träsch (VfB Stuttgart). Angriff: Cacau (Stuttgart), Stefan Kießling (Leverkusen), Mario Gomez, Miroslav Klose (beide Bayern). dpa