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Löw gibt Wiese eine Chance

 Torhüter Tim Wiese wartet geduldig auf seine Chance im DFB-Team. Foto: dpa
Torhüter Tim Wiese wartet geduldig auf seine Chance im DFB-Team. Foto: dpa
München. Bundestrainer Joachim Löw hat Tim Wiese von Werder Bremen einen Einsatz in einem der nächsten Länderspiele in Aussicht gestellt. "Es gibt die Überlegung, Tim spielen zu lassen", sagte Löw der "Bild"-Zeitung. Wiese ist der einzige der vier WM-Kandidaten, der bislang im Nationalteam noch keine Bewährungschance über 90 Minuten erhalten hat. Am 5

München. Bundestrainer Joachim Löw hat Tim Wiese von Werder Bremen einen Einsatz in einem der nächsten Länderspiele in Aussicht gestellt. "Es gibt die Überlegung, Tim spielen zu lassen", sagte Löw der "Bild"-Zeitung. Wiese ist der einzige der vier WM-Kandidaten, der bislang im Nationalteam noch keine Bewährungschance über 90 Minuten erhalten hat. Am 5. September tritt die DFB-Elf in Leverkusen zu einem Freundschaftsspiel gegen WM-Gastgeber Südafrika an, vier Tage später in Hannover zum Qualifikationsrückspiel gegen Aserbaidschan. Wiese hatte jüngst befürchtet, dass es im Falle eines Einsatzes an den Arbeitsstätten von René Adler (Leverkusen) und Robert Enke (Hannover) Pfiffe gegen seine Person geben könnte. Löw hat keine Bedenken. "Ein Großteil des Publikums ist so fair, dass es Spieler anderer Vereine respektiert. Tim sollte sich da keine Sorgen machen. Selbst in Dortmund gab es nie Pfiffe gegen Schalker Spieler. Aber ich werde das noch mal mit ihm besprechen und ihm klar machen, dass es nicht so sein wird, wie er denkt", sagte der Bundestrainer. Und: "Er braucht keine Angst zu haben.Die Fans, die ins Stadion kommen, werden jeden deutschen Spieler unterstützen, der den Bundesadler auf seiner Brust trägt." Der Bremer Torwart würde sich über einen Einsatz freuen. "Selbstverständlich spiele ich, wenn Herr Löw mich aufstellt.Ich habe schon ganz andere Schlachten geschlagen. Da kneife ich doch nicht vor einem deutschen Heimspiel in Hannover oder Leverkusen", sagte der 27-Jährige. Außer Wiese, Adler und Enke macht sich auch Schalkes Torhüter Manuel Neuer Hoffnungen auf den Platz im WM-Tor. Richtungsweisend dürfte dabei sicherlich das Schlüsselspiel um den Gruppensieg und die direkte WM-Qualifikation am 10. Oktober in Moskau gegen Russland sein. Die aktuellen Zahlen im Wettrennen um die Nummer eins sprechen momentan für Enke. Acht Einsätze kann der 31-Jährige inzwischen vorweisen. Er kommt mit insgesamt 720 Länderspielminuten auf mehr Einsatzzeit als Adler (4 Spiele/315 Minuten), Neuer (1/90) und Wiese (1/45) zusammen. dpa