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Spiel- und Wanderclub
Lieder aus aller Welt zeigen das Können des Orchesters

 Das Zupforchester des Spiel- und Wanderclubs Niederwürzbach spielte unter der Leitung von Dirigent Manfred Göddel (vorne) sein Herbstkonzert in der Kirche St. Hubertus.
Das Zupforchester des Spiel- und Wanderclubs Niederwürzbach spielte unter der Leitung von Dirigent Manfred Göddel (vorne) sein Herbstkonzert in der Kirche St. Hubertus. FOTO: Jörg Martin
Niederwürzbach. Mit einem vielfältigen Programm begeisterte das Zupforchester Niederwürzbach seine Besucher beim traditionellen Herbstkonzert.

Kürzlich hat das Zupforchester des Spiel- und Wanderclubs Niederwürzbach in der Pfarrkirche St. Hubertus sein traditionelles Herbstkonzert aufgeführt. Unter dem Motto „Musik und Lieder aus aller Welt“ gab das Ensemble einen Einblick in die Vielfalt seines Könnens. Die musikalische Leitung hatte Manfred Göddel. Die Moderation oblag Christine Eckstein-Puhl. Mit „Trio in do maggiore“ von Prospero Cauciello starteten die Musiker in den Konzertabend. Zwei Sätze von „Indian Summer“ des Komponisten Klaus Schindler riefen in Erinnerung, dass der diesjährige Herbst mehr als mild verlief. Antonio Vivaldis Konzert in G-Dur kann man mit Violine oder als Klaviermusik zum Besten geben. Aber als Gitarren- und Mandolinenorchester ist der Klang noch gefälligerer.

Die Würzbacher wurden dieser Herausforderung mehr als gerecht. Es blieb klassisch, als man Johann Sebastian Bachs Arioso spielte. Hier hatte Carina Brunk ihr Klarinettensolo. So richtig trist war der Walzer „Valse triste“ des Komponisten Jean Sbelius nicht. Als schwungvoll konnte man auch die Katalanischen Impressionen von Fred Witt bezeichnen. Hier kam insbesondere das Akkordeon-Solo von Valerian Helbling gut an. Auch Markus Kuglers „TresPiezas“, Tango Infernal, Lettred’adieux und Sambach Sudaméricana schienen im Blieskasteler Stadtteil ihre Fangemeinde zu haben. Die Klezmer-Suite von Elke Tober-Vogt bildete den Abschluss. Auch hier zeigte sich erneut, dass es nicht immer Klarinette und Violoncello sein muss, um diese Musikgattung zu präsentieren. Die Mischung des vielfältigen Programms schien den Nerv des Publikums getroffen zu haben. „Bravo!“-Rufe am Ende sowie stehende Ovationen waren der Lohn für die harten Proben.

Als kleines, musikalisches Extra steuerte das Zupforchester dann das Feder-Thema aus dem Kinofilm „Forest gump“ bei. Das wirkte ebenso klar und präzise auf der einen Seite. Und andererseits doch so vertraut und romantisch. Sigmund Greß unterstützte die Musiker an den Percussions. „Meine Arbeitskollegin, bei der ich zum Mittagessen eingeladen war, sagt irgendwann, dass wir nun zu einem Mandolinenkonzert gehen. Darauf war ich gar nicht vorbereitet. Doch das war eine mehr als sehr gute Idee“, meinte die Frau aus Kleinblittersdorf.