| 23:01 Uhr

Leichtathletik-WM in London
Staffel läuft zum Abschluss auf Platz sechs

Läuferin Laura Müller (links) bekommt hier den Staffelstab von Ruth Sophia Spelmeyer.
Läuferin Laura Müller (links) bekommt hier den Staffelstab von Ruth Sophia Spelmeyer. FOTO: Rainer Jensen / dpa
London. Deutsche Medaillen bleiben am Schlusstag der Leichtathletik-WM aus. Allyson Felix stellt Rekord auf.

Laura Müller vom LC Rehlingen hat am späten Sonntagabend im vorletzten Wettbewerb der Leichtathletik-WM in London mit der deutschen 4x400-Meter-Staffel Platz sechs belegt. Die 21-Jährige, die wegen eines grippalen Infekts die 200 Meter nicht laufen konnte, lief an Position zwei ein beherztes Rennen. Die Medaillen waren für die Dudweilerin, Ruth Sophia Spelmeyer (Oldenburg), Nadine Gonska und Hannah Mergenthaler (beide Mannheim) aber schon früh außer Reichweite.

Die Deutschen liefen 3:27,45, die US-Staffel als Sieger kam in 3:19,02 Minuten vor Großbritannien (3:25,00) und Polen (3:25,41) ins Ziel. Die Amerikanerin Allyson Felix (31) zog mit nun elf Titeln und fünf Medaillen am Jamaikaner Usain Bolt vorbei und ist jetzt erfolgreichster Sportler in der Geschichte der Leichtathletik-Weltmeisterschaften.

Bie den Männern siegte über 4x400-Meter sensationell Trinidad und Tobago. Geher Christopher Linke (28) verpasste über 20 Kilometer eine Medaille und landete wie bei Olympia 2016 in Rio auf den fünften Platz. Weltmeister wurde der Kolumbianer Eider Arévalo.



Diskuswerferin Nadine Müller (31, Halle) wurde mit 64,13 Metern Sechste. Favoritin Sandra Perkovic (Kroatien) gewann mit 70,31 Metern. Julia Harting (Berlin) verpasste als Neunte den Endkampf knapp.

Im Hochsprung hat Mateusz Przybylko (Leverkusen) eine Medaille verpasst. Der 25-Jährige übersprang im Finale 2,29 Meter und wurde Fünfter. Mutaz Essa Barshim (Katar) sicherte sich Gold mit 2,35 Metern. Eike Onnen (Hannover) wurde mit 2,20 Metern Zehnter. Über 800 Meter wurde Caster Semenya Weltmeisterin. Die 26 Jahre alte Südafrikanerin siegte zum dritten Mal bei einer WM. Über die 5000 Meter gewann Hellen Obiri aus Kenia Gold. Ihr Landsmann Elijah Managoi holte Gold über 1500 Meter.