| 11:42 Uhr

WM-Verzicht
Speerwerfer Seifert hofft auf Vorbild-Effekt

 Hatte auf die WM in Doha zugunsten eines Speerwurf-Kollegen verzichtet: Bernhard Seifert. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa
Hatte auf die WM in Doha zugunsten eines Speerwurf-Kollegen verzichtet: Bernhard Seifert. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa
Leipzig. Nach seinem freiwilligen Verzicht auf die vergangene Leichtathletik-WM hofft Speerwerfer Bernhard Seifert auf Nachahmer vor künftigen Großereignissen. dpa

„Für mich ist es eine Selbstverständlichkeit. Vielleicht habe ich mit dieser Entscheidung auch den einen oder anderen wachrütteln können“, sagte Seifert im Interview des „Freien Wort“.

Der 26-Jährige hatte wegen Formschwäche auf die Weltmeisterschaft in Doha zugunsten seines Mainzer Speerwurf-Kollege und späteren WM-Sechsten Julian Weber verzichtet und war daraufhin mit dem Fair-Play-Preis des Deutschen Sports ausgezeichnet worden. Mit den Reaktionen auf seinen WM-Rückzug hatte Seifert nicht gerechnet. „Ehrlich gesagt, hat mich der Hype schon überrascht. Für mich ist ein fairer Umgang im Sport nicht der Rede wert“, sagte er. „Ich würde es genauso wieder machen, da ich meine Entscheidung nicht bereue. Es ist nicht mein Anspruch, hinten zu landen.“

Seifert-Porträt auf leichtathletik.de