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Deutsche Hallen-Meisterschaften
Leichtathleten sind bereit für Glasgow

 Jubelt sie auch bei der EM? Pamela Dutkiewicz (rechts) siegte in Leipzig im Hürdensprint vor Cindy Roleder (links) und Louisa Grauvogel.
Jubelt sie auch bei der EM? Pamela Dutkiewicz (rechts) siegte in Leipzig im Hürdensprint vor Cindy Roleder (links) und Louisa Grauvogel. FOTO: dpa / Jan Woitas
Leipzig. Bei den deutschen Hallen-Meisterschaften stimmen die Leistungen. Kein Saarländer erfüllt die EM-Norm. sid

Konstanze Klosterhalfen lief mit deutschem Rekord in die Geschichtsbücher, die Weltjahresbesten Christina Schwanitz, Pamela Dutkiewicz und Malaika Mihambo untermauerten ebenfalls ihre Topform: Die deutschen Leichtathleten dürfen nach teilweise starken Leistungen bei den deutschen Hallen-Meisterschaften in Leipzig auf erfolgreiche Europameisterschaften in Glasgow (1. bis 3. März) hoffen. Denn auch Kugel-Ass David Storl und die deutsche Dreisprung-Rekordlerin Kristin Gierisch reisen mit Medaillenambitionen nach Schottland. Wahrscheinlich mit „30 Athleten plus x“ wird der Deutsche Leichtathletik-Verband laut Sportdirektor Idriss Gonschinska zur EM aufbrechen.

Sportler aus dem Saarland werden der Reisegruppe nicht angehören. Zwar durften sich Louisa Grauvogel (8,16 Sekunden) aus Ottweiler, die seit dieser Saison für Bayer Leverkusen startet, im Hürdensprint und Michael Bryan (6,68 Sekunden) vom LC Rehlingen über 60 Meter jeweils über Bronze freuen. Doch verpassten beide die EM-Norm – ebenso wie Laura Müller (LC Rehlingen) am Sonntag über 400 Meter. Die Sprinterin peilte auf ihrer Stammstrecke den Titel an, zeigte ein couragiertes Rennen, in dem sie bis zur letzten Kurve führte. Doch mit einer Zeit von 54,20 Sekunden landete die 23-Jährige am Ende auf dem dritten Platz, es gewann Nadine Gonska (53,24 Sekunden). Um in Glasgow dabei zu sein, hätte Müller nach 53 Sekunden ins Ziel kommen müssen.

Grauvogel musste am Samstag im Hürdensprint dem Duo Pamela Dutkiewicz (Wattenscheid) und Cindy Roleder (Halle) den Vortritt lassen. Dutkiewicz setzte sich in 7,90 Sekunden vor Europameisterin Roleder (8,00) durch und blieb dabei nur eine Hundertstelsekunde über ihrer eigenen Weltjahresbestleistung. Mit beiden Sprinterinnen wird in Glasgow zu rechnen sein.



In Schottland um Gold laufen will auch Klosterhalfen. Mit ihrem deutschen Rekord von 8:32,47 Minuten über 3000 Meter sorgte sie für den Höhepunkt der Titelkämpfe in Leipzig. Mit berechtigten Hoffnungen reist die ehemalige Kugelstoß-Weltmeisterin Christina Schwanitz (LV Erzgebirge) zur EM. Die 33-Jährige steigerte ihre eigene Weltjahresbestleistung auf 19,54 Meter.

Nach ihren in dieser Saison erzielten 6,99 Metern zählt Weitsprung-Europameisterin Malaika Mihambo (LG Kurpfalz) ebenfalls zu den Topfavoritinnen auf Edelmetall. In Leipzig kam sie auf 6,72 Meter, siegte souverän wie Kristin Gierisch (Chemnitz) im Dreisprung mit 14,38 Metern. Einen umjubelten Heimsieg feierte Kugelstoßer David Storl. 21,32 Meter sind eine gute Ausgangsbasis für Glasgow. Hochsprung-Europameister Mateusz Przybylko schaffte die EM-Norm. Der zuletzt angeschlagene Leverkusener siegte mit 2,26 Metern und erfüllte damit exakt die geforderte Höhe.