| 21:31 Uhr

2. Fußball-Bundesliga
Lautern nur 1:1 gegen Regensburg

Kaiserslauterns Trainer Michael Frontzeck rechts und Spieler Nils Seufert am Spielfeldrand.
Kaiserslauterns Trainer Michael Frontzeck rechts und Spieler Nils Seufert am Spielfeldrand. FOTO: Uwe Anspach / dpa
Düsseldorf. Der Kampf um die Spitze in der 2. Fußball-Bundesliga zwischen Düsseldorf und Nürnberg wird spannender. Der FCK indes tritt nach einem 1:1 auf der Stelle.

Im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga haben die Roten Teufel keinen Boden gutmachen können. Der Tabellenletzte 1. FC Kaiserslautern holte im Kampf gegen den Abstieg nur einen Punkt gegen Jahn Regensburg. Benedikt Saller brachte die Gäste früh in Führung (6.), Sebastian Andersson gelang der Ausgleich (73.). „Wir nehmen den Punkt allein für den Kopf mit“, sagte Lauterns Innenverteidiger Marcel Correia bei Sky: „Die Leistung hat gestimmt. Wir werden weiter versuchen, näher heranzukommen.“

Der FCK, der nur eins der vorausgegangenen vier Spiele verloren hatte, hatte zu Beginn große Schwierigkeiten. Zunächst scheiterte Marc Lais noch an Lauterns Torwart Marius Müller (3.), Saller machte es aber nur drei Minuten später aus dem Rückraum besser. Auch in der Folge fehlte den Roten Teufeln lange die Struktur im Angriffsspiel, erst gegen Ende der ersten Halbzeit wurde das Team von Trainer Michael Frontzeck besser.

Einen Schockmoment erlebten die 27 718 Zuschauer nach knapp einer halben Stunde, als Leon Guwara nach einem Zusammenprall mit Sebastian Stolze benommen auf dem Rasen lag und behandelt werden musste. Der 21-Jährige kehrte aber wenig später ins Spiel zurück, ehe er nach 65 Minuten ausgewechselt wurde. Zu Beginn der zweiten Halbzeit war wieder Regensburg überlegen. Kaiserslautern spielte zunächst zu verhalten, ehe Andersson doch noch für Spannung sorgte. Trainer Michael Frontzeck sagte: „Wir haben keinen Grund, den Kopf runterzunehmen.“



Derweil bleiben Fortuna und der 1. FC Nürnberg im Kampf um den direkten Aufstieg unter sich. Nach dem 29. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga beträgt der Abstand zwischen dem Tabellenführer aus dem Rheinland und den Franken nur noch drei Zähler: 53 sind es bei Düsseldorf, 50 beim Club. Das 1:2 (0:0) der Fortuna gegen den VfL Bochum am Freitag war die zweite Niederlage nacheinander – und trotzdem lobte Trainer Friedhelm Funkel sein Team: „Diese Truppe steckt nie auf und spielt immer nach vorne.“

Nürnberg beendete mit dem 3:2 (3:1) gegen den 1. FC Heidenheim seine Serie von fünf nicht gewonnenen Spielen und darf dank des 0:0 von Verfolger Holstein Kiel gegen Darmstadt 98 von der direkten Rückkehr in die Erstklassigkeit ausgehen. „Nach so einer Phase endlich wieder zu gewinnen, ist immer schwer“, sagte Nürnbergs Chefcoach Michael Köllner, dessen Mannschaft vier Zähler Abstand zu Aufsteiger Kiel hat. Köllner wurde dennoch zum Mahner, als er festhielt, die Liga sei „etwas ganz Kompliziertes“. Kiels Trainer Markus Anfang sprach von einer „wahnsinnig verrückten Liga“.

Die Aussagen von Köllner und Anfang gelten für die vorderen Ränge, auf denen sich hinter Kiel der FC Ingolstadt nach dem 2:2 (0:0) gegen Arminia Bielefeld und Aufsteiger Jahn Regensburg nach dem 1:1 (1:0) beim Tabellenletzten  FCK 41 Zählern tummeln. Stefan Kutschke, für Ingolstadt Torschütze zum 1:0, sah das Remis gegen Bielefeld positiv: „Den Punkt nehmen wir gern mit. Er hilft uns auf jeden Fall“, sagte er dem Pay-TV-Sender Sky.

Generell bleibt es in fast allen Tabellenregionen aufregend wie selten zuvor. Vor den verbleibenden fünf Spieltagen liegen zwischen Heidenheim (34) auf Rang 16 und Bielefeld sowie Bochum (beide 40) lediglich sechs Zähler. Eintracht Braunschweig und Dynamo Dresden trennten sich 1:1 (1:1) und müssen weiter bangen. Darmstadt schöpft nach dem 0:0 in Kiel wieder Hoffnung und verkürzte den Rückstand auf Relegationsrang 16 auf zwei Zähler. Erzgebirge Aue bezwang den kriselnden und seit fünf Begegnungen sieglosen FC St. Pauli 2:1 (1:1) und setzte sich von der unteren Tabellenzone ab. Neben den Hamburgern haben auch der 1. FC Union Berlin und der MSV Duisburg nach wie vor Sorgen. Das 0:0 reichte beiden nicht, um sich von den gefährdeten Vereinen abzusetzen.

(dpa)