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Fußball-Bundesliga
Labbadia startet Rettungsmission mit Remis

Der Mainzer Yoshinori Muto (re.) trifft gegen Wolfsburgs Torwart Koen Casteels per Direktabnahme zum 1:1.
Der Mainzer Yoshinori Muto (re.) trifft gegen Wolfsburgs Torwart Koen Casteels per Direktabnahme zum 1:1. FOTO: Thomas Frey / dpa
Mainz. Der VfL Wolfsburg spielt mit neuem Trainer beim FSV Mainz 05 1:1. Muto trifft für die Rheinhessen.

(sid) Der „unabsteigbare“ Bruno Labbadia hat zum Auftakt seiner Rettungsmission beim VfL Wolfsburg die Trendwende verpasst und muss um seinen Nimbus bangen. Die Wölfe holten beim Start in den 24. Spieltag der Fußball-Bundesliga zwar ein 1:1 (1:1) im Kellerduell beim FSV Mainz 05 – durch das Remis haben die Niedersachsen aber weiterhin nur einen knappen Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Der Kroate Josip Brekalo (6.) traf für die Wolfsburger, die in den zurückliegenden zehn Partien nur einen Sieg geholt haben. Der FSV hat auch nur einen Erfolg in den vergangenen sechs Pflichtspielen gefeiert. Daran änderte auch das Tor des Japaners Yoshinori Muto (44.) nichts.

„Wir haben ein ganz ordentliches Auswärtsspiel gemacht, aber wir hätten mit einer Führung in die Pause gehen müssen. Es ist völlig verdient, dass wir einen Punkt mitnehmen. Es war sogar noch mehr für uns drin, der Trainer hat uns gut eingestellt“, sagte VfL-Abwehrspieler Paul Verhaegh. Vor 25 173 Zuschauern in der Mainzer Arena dauerte es nicht lange, bis Labbadia sein erstes Erfolgserlebnis bejubeln durfte. Brekalo verwertete im zweiten Versuch die Flanke von William. Kurz darauf waren die Gastgeber, die ohne Ex-Nationaltorwart René Adler (Erkältung) auskommen mussten, dem Ausgleich nahe. Robin Quaison scheiterte an VfL-Torwart Koen Casteels. Im Anschluss agierten die Wolfsburger, bei denen unter anderem John Anthony Brooks, Yannick Gerhardt, Sebastian Jung, Maximilian Arnold, Jakub Blaszczykowski und Ignacio Camacho fehlten, zu passiv. Das hätte Danny Latza fast bestraft (25.).



Besser machte es Muto kurz vor der Pause. Durch den Treffer des erst kurz zuvor für den angeschlagenen Emil Berggreen eingewechselten Stürmers verfehlte der neue VfL-Coach sein erstes Etappenziel. Labbadia ist nach Andries Jonker und Martin Schmidt bereits der dritte Wolfsburger Trainer in der laufenden Saison. Labbadia muss aus einem knapp 150 Millionen Euro teuren Kader mit einer Ansammlung von Einzelkönnern eine Mannschaft formen.

Nach dem Seitenwechsel drängten die Mainzer auf die Führung. Die größte Chance in dieser Phase vergab aber der Ex-Mainzer Yunus Malli, der völlig frei vor dem FSV-Tor versagte (63.). In der 84. Minute traf dann Daniel Didavi für den VfL noch den Pfosten. Anthony Ujah scheiterte auf der anderen Seite in der Nachspielzeit zudem noch an Casteels.