| 00:29 Uhr

"Krone des Reitens" verlangt alles ab

Zweibrücken. Drei Tage lang treffen sich von Samstag bis Montag Vielseitigkeitsreiter aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland im Zweibrücker Landgestüt. Dann findet der jährliche Lehrgang statt. Doch in diesem Jahr sind die Teilnehmer besonders gespannt, denn der Trainer heißt diesmal Clayton Fredericks Von Merkur-Redaktionsmitglied Ulrike Otto

Zweibrücken. Drei Tage lang treffen sich von Samstag bis Montag Vielseitigkeitsreiter aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland im Zweibrücker Landgestüt. Dann findet der jährliche Lehrgang statt. Doch in diesem Jahr sind die Teilnehmer besonders gespannt, denn der Trainer heißt diesmal Clayton Fredericks. Der Australier, der in England lebt, ist im vergangenen Jahr Olympia-Zweiter mit der Vielseitigkeitsmannschaft geworden. "Ich hoffe, dass ich ein paar gute Tipps für die Ausbildung bekomme", meint Birgit Hohlweg. Die 44-Jährige vom RV Einöd ist eine der Teilnehmerinnen, unter denen diesmal recht viele Nachwuchsreiter sind. Hohlweg, die auch Präsidentin der Interessengemeinschaft Vielseitigkeit Rheinland-Pfalz/Saar (IGV) ist, betreibt das Vielseitigkeitsreiten seit rund 27 Jahren. "Mit 17 Jahren bin ich mein erstes Vielseitigkeitsturnier geritten und seitdem dabei geblieben", erklärt die Lehrerin für Sport und Biologie, die in Lauterecken unterrichtet, aber mittlerweile wieder in Zweibrücken wohnt. Die Reitdisziplin, bei der durch unebenes Gelände geritten, über Wassergräben gesprungen oder auch Hindernisse absolviert werden, deren andere Seite nicht einsehbar ist, diese Disziplin bezeichnet Hohlweg als "die Krone des Reitens". Sie sei äußerst anspruchsvoll.Entsprechend anspruchsvoll wird der Lehrgang auch für sie und ihren vierjährigen Hengst Marcellino. "Zunächst müssen wir am Samstag ab acht Uhr die Hindernisse in der großen Reithalle aufbauen", berichtet Hohlweg. Dazu zählen unter anderem schmale Hindernisse und schräge Sprünge, verrät sie. Für Marcellino ist das Vielseitigkeitsreiten zwar kein Neuland mehr, doch er muss noch jede Menge Erfahrungen sammeln. "Ich habe mit ihm erst im letzten Sommer die erste Einsteigerprüfung gemacht. Für Vierjährige sind die etwas leichter. Doch er wird in diesem Jahr fünf und da sind die Prüfungen schon um einiges schwerer", erklärt die Reiterin vom Freudenbergerhof. Gerade deshalb ist ihr der Lehrgang so wichtig. Denn sonst bleiben ihr als Trainingsmittel hauptsächlich nur Geländeritte. Ab und an, wenn es ihre Zeit zu lässt, trainiert Birgit Hohlweg auch selbst ein paar Nachwuchsreiter. "Aber durch meine Arbeit komme ich leider nicht regelmäßig dazu", bedauert sie.