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Kombination: Ackermann Fünfter, Kircheisen vom Winde verweht

Val di Fiemme. Björn Kircheisen (Foto: dpa) hat Geschichte geschrieben, Ronny Ackermann (Foto: dpa) ein Comeback nach dem eigenen Geschmack hingelegt. Die beiden nordischen Kombinierer gaben beim Weltcup im italienischen Val di Fiemme der Konkurrenz im Hinblick auf die Weltmeisterschaften ab 18. Februar in Liberec zu denken

Val di Fiemme. Björn Kircheisen (Foto: dpa) hat Geschichte geschrieben, Ronny Ackermann (Foto: dpa) ein Comeback nach dem eigenen Geschmack hingelegt. Die beiden nordischen Kombinierer gaben beim Weltcup im italienischen Val di Fiemme der Konkurrenz im Hinblick auf die Weltmeisterschaften ab 18. Februar in Liberec zu denken. Kircheisen setzte sich am Samstag im letzten Massenstart-Weltcup der Kombinierer-Historie hauchdünn vor dem Österreicher Bernhard Gruber durch. Ackermann überzeugte tags darauf und feierte nach mehrwöchiger krankheitsbedingter Pause seinen fünften Platz wie einen Sieg. "Ich bin mit dem Gesamtergebnis der Mannschaft sehr zufrieden. Der Sieg von Kircheisen war super, und auch Ronny hat sich toll verkauft nach der Krankheit", sagte Bundestrainer Hermann Weinbuch. Ackermann hatte beim Massenstart Platz 25 belegt, wollte dies aber nicht überbewerten. Warum, das zeigte er am Sonntag. Mit einem Flug auf 130 Meter bei noch guten Bedingungen sicherte er sich den Sprung-Erfolg. "Ein tolles Gefühl, mal wieder ein Springen zu gewinnen", sagte er und kündigte an, sein eigenes Tempo über die zehn Kilometer gehen zu wollen. "Dann schaue ich mal, was heraus kommt", sagte "Acker". Er gab sein Bestes, doch dem Sturm von Magnus Moan (Norwegen) hatte er noch nichts entgegen zu setzen. "Ich hatte gehofft, mitgehen zu können und vielleicht auf das Podium zu kommen. Aber die Kraft hat ganz einfach noch gefehlt", so Ackermann. Nach seinem erfolgreichen Samstag haderte Kircheisen am Sonntag mit der Jury. Diese hatte ihn bei unmöglichen Windverhältnissen von der Schanze gelassen. Der Sachse stürzte förmlich ab. Platz 45 ließ keine Chance auf eine vordere Platzierung, deshalb trat Kircheisen zum Lauf nicht mehr an. Keine 24 Stunden zuvor war er der strahlende Sieger. Als Lauf-Zweiter saß er im entscheidenden Sprung-Durchgang als Letzter auf dem Balken. Gruber hatte vorgelegt und Kircheisen musste 130 Meter springen, um zu gewinnen. Er schaffte es. dpa