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Klopp freut sich auf „Gewinn-Maschine“ Guardiola

Manchester. Pep Guardiola erwartet bei Manchester City seine bislang wohl größte Herausforderung. Jürgen Klopp freut sich schon auf die Duelle. sid

Jürgen Klopp ließ es sich nicht nehmen, Pep Guardiola gleich einmal ein paar Willkommensgrüße zukommen zu lassen. Der Spanier sei einer "der besten Trainer der Welt, richtig nett, richtig smart", sagte der Coach des FC Liverpool über seinen künftigen Teammanager-Kollegen bei Manchester City . Guardiola werde die Premier League "genießen. Es ist ein großer Wettkampf und er ist ein Wettkämpfer. Das ist es, was er will", ergänzte Klopp.

Der frühere Dortmunder freut sich schon jetzt auf eine Neuauflage der packenden Duelle mit Guardiola. Mit dem BVB hatte er den Noch-Trainer des FC Bayern einige Male mächtig ärgern können. Dies hat er nun auch mit den Reds vor. "Wir werden versuchen, City zu schlagen", betonte Klopp schon einmal. Klopp ist seit knapp vier Monaten auf der Insel tätig - und er kennt die Erwartungen, die Guardiola, der "größte Transfer am Deadline-Tag" ("Times"), erfüllen muss. Die Zeitung "Daily Mail" schrieb von der "Gewinn-Maschine Guardiola. Jetzt kann City über Jahre dominieren". Doch Klopp warnt. Für Guardiola werde es "nicht so wie in Spanien oder Deutschland, mit Barcelona oder Bayern auf einem Toplevel". Der "Guardian" mutmaßt deshalb, dass es für den 45 Jahre alten Spanier bei City "eine viel größere Prüfung sein wird, weil der Erfolg nicht garantiert ist". Auch Mark Hughes sieht mögliche Probleme: "Die Premier League ist anders als alle Ligen. Pep ist sehr erfolgreich, aber er wird Zeit zum Eingewöhnen brauchen."

Doch genau diese Herausforderungen sind es, die Guardiola am ehrgeizigen Projekt der City Football Group (CFG) reizen. Er kann bei City einen Neuanfang gestalten, hat völlig freie Hand, um eine Art Fußball-Revolution einzuleiten und City an die Spitze Europas zu führen. Die finanziellen Möglichkeiten im Scheich-Club sind immens, die Voraussetzungen in Bezug auf die Infrastruktur schon jetzt einmalig.

Angesichts der Millionen, die für Transfers zur Verfügung stehen, gibt es schon jetzt viele Spekulationen um die neue Mannschaft der Citizens. "Peps 170-Millionen-Euro-Gelage", titelte "Daily Mail". "Als City-Fan darf man nun von großartigen Spielern träumen", meinte Thierry Henry, lange in England tätig.

Dass Guardiola jedoch einen Spieler aus München mit auf die Insel nimmt, erscheint momentan nicht sehr realistisch. Die Stars des Rekordmeisters wie Thomas Müller , Robert Lewandowski , Jerome Boateng, Thiago oder Manuel Neuer sind langfristig gebunden. So wird in den Medien schon einmal mit dem Namen Neymar gespielt. Der Brasilianer vom FC Barcelona war schon zu Beginn von Guardiolas Münchner Zeit dessen Wunschspieler gewesen.

Angeblich soll Guardiola aber schon im vergangenen Sommer Einfluss auf City-Einkäufe wie Kevin De Bruyne oder Raheem Sterling genommen haben. Diese technisch beschlagenen Profis passen zumindest genau ins Anforderungsprofil des neuen Trainers - im Gegensatz zum großen Ivorer Yaya Touré, den Guardiola einst schon in Barcelona ausgemustert hatte.