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Kittel will es „wenigstens einmal“ auf das Siegerpodest schaffen

Belfast. Mark Cavendish verzichtet auf einen Start, auch André Greipel ist nicht dabei: Für Marcel Kittel scheint der Weg für Etappensiege beim Giro d'Italia frei. Morgen startet die Italien-Rundfahrt – allerdings in Nordirland. sid

Nach seinem Siegeszug in Frankreich erhoben die Italiener Marcel Kittel in den Radsport-Adel. "Der Herr des Endspurts" schwärmte die "Gazzetta dello Sport", nachdem der deutsche Top-Sprinter bei der Tour de France mit dem Etappensieg auf der Champs Elysées sein Meisterstück abgeliefert hatte. Knapp ein Jahr nach Kittels Durchbruch erwarten die radsportverrückten Italiener mit Spannung den ersten Auftritt des blonden Hünen beim großen Heimrennen.

Bei der morgen startenden 97. Ausgabe der Italien-Rundfahrt gibt Kittel sein Debüt - und ist prompt der Favorit unter den Sprintern. Kittel will sich würdig verkaufen: "Die Sprintetappen sind mein Ziel. Bei den vielen Möglichkeiten hoffe ich, dass wir es wenigstens einmal schaffen."

Die ersten Chancen auf einen Erfolg bieten sich dem gebürtigen Arnstädter allerdings auf der Grünen Insel. In Belfast und Dublin stehen an diesem Wochenende zwei Flachetappen auf dem Programm, die ganz nach dem Geschmack des 25-Jährigen sind. Die Vorzeichen stehen gut, die Konkurrenz ist überschaubar. Kittels große Tour-Rivalen Mark Cavendish und André Greipel verzichten auf einen Start, als eine der wenigen Mannschaften hat zudem sein Team Giant-Shimano den Fokus voll auf die Sprintankünfte gelegt.

"Ich hoffe, dass wir neben dem Geburtstag noch einen anderen Grund haben, um nochmal anzustoßen", sagte Kittel, der am Sonntag 26 Jahre alt wird. Gefährlich werden dürfte Kittel der Italiener Elia Viviani, der Franzose Nacer Bouhanni oder der Italiener Giacomo Nizzolo. "Ich stelle mich auf einen großen Kampf ein", sagte der Deutsche: "Aber ich werde mich mit Sicherheit nicht komplett kaputt fahren, um dann bei der Tour nicht topfit am Start stehen zu können." 59 Tage sind es bist zum "Grand Départ" im englischen Leeds, die Frankreich-Rundfahrt, unbestrittener Höhepunkt der Saison, nähert sich mit großen Schritten.