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Leichtathletik
Kiprop positiv getestet, Kenia droht neuer Dopingskandal

London. Kenias Leichtathletik steht vor einem weiteren Dopingskandal: Asbel Kiprop ist laut Medienberichten bei einer Trainingskontrolle Ende 2017 positiv auf das Blutdopingmittel Epo getestet worden. Kiprop war der bestimmende 1500-Meter-Läufer des vergangenen Jahrzehnts, holte nach dem Olympia-Gold 2008 die Weltmeister-Titel 2011, 2013 und 2015.

Kenias Leichtathletik steht vor einem weiteren Dopingskandal: Asbel Kiprop ist laut Medienberichten bei einer Trainingskontrolle Ende 2017 positiv auf das Blutdopingmittel Epo getestet worden. Kiprop war der bestimmende 1500-Meter-Läufer des vergangenen Jahrzehnts, holte nach dem Olympia-Gold 2008 die Weltmeister-Titel 2011, 2013 und 2015.

„Als Athlet bin ich immer ein Vorkämpfer gegen Doping in Kenia gewesen, und ich glaube zutiefst an diesen Kampf“, zitiert der Londoner Guardian den 28-jährigen Kiprop: „Ich würde nicht alles, für das ich seit meinem ersten internationalen Rennen 2007 gearbeitet habe, ruinieren wollen. Ich hoffe, dass ich beweisen kann, dass ich in jeder Hinsicht ein sauberer Athlet bin.“

In den vergangenen beiden Jahren schwächelte Kiprop, wurde bei Olympia 2016 nur Sechster und bei der WM 2017 Neunter. Der Fall Kiprop, dem im Fall einer Bestätigung durch die B-Probe zwei Jahre Sperre drohen, würde die lange Serie von Dopingaffären rund um kenianische Läufer fortsetzen. Seit 2011 wurden mehr als 40 Athleten des ostafrikanischen Landes positiv getestet. Die Welt-Anti-Doping-Agentur hatte Kenia zwischenzeitlich für „non compliant“, also nicht den Vorgaben entsprechend, erklärt, dies aber kurz vor Olympia 2016 aufgehoben.