| 21:15 Uhr

Kaiserslautern siegt mit 1:0 bei 1860 München

 FCK-Torschütze Erik Jendrisek (li.) jubelt nach dem 1:0 Führungstreffer neben seinem Teamkollegen Georges Mandjeck. Foto: dpa
FCK-Torschütze Erik Jendrisek (li.) jubelt nach dem 1:0 Führungstreffer neben seinem Teamkollegen Georges Mandjeck. Foto: dpa
München. Die emotionale Rückkehr an seinen alten Arbeitsplatz hat Zweitliga-Coach Marco Kurz mit dem hochverdienten 1:0-Auswärtssieg des 1. FC Kaiserslautern am Sonntag bei 1860 München gefeiert. "Das ist das Schicksal und gehört zum Sport. Trainer und Spieler müssen damit leben

München. Die emotionale Rückkehr an seinen alten Arbeitsplatz hat Zweitliga-Coach Marco Kurz mit dem hochverdienten 1:0-Auswärtssieg des 1. FC Kaiserslautern am Sonntag bei 1860 München gefeiert. "Das ist das Schicksal und gehört zum Sport. Trainer und Spieler müssen damit leben. Aber das habe ich von vornherein getrennt und nach zwei Niederlagen hat meine Mannschaft die richtige Antwort gegeben. Der Dreier tut uns richtig gut", meinte Kurz. Erik Jendrisek sorgte vor 24 000 Zuschauern für das Tor des Tages (32. Minute) in der Allianz-Arena. Für die "Löwen" wird die Lage im Tabellenkeller nach der sechsten Saisonpleite bedrohlicher. Mit heftigen Verbal-Attacken gegen Kurz aber fiel "Löwen-Coach" Ewald Lienen nach der Partie auf. "Das war unter der Gürtellinie und kein kollegiales Verhalten. Wenn er so was in Südeuropa machen würde, würden sie ihn dort lynchen", schimpfte Lienen nach der Heimpleite. Er fühlte sich von Kurz provoziert, der sich nach dem Schlusspfiff mit geballten Fäusten demonstrativ der Münchner Trainerbank zugewandt hatte. Mehr als achteinhalb Jahre hat Kurz für die "Löwen" als Profi gespielt, das Kapitänsamt getragen und bis zu seinem Rausschmiss im Februar die 1860er trainiert. "Das Tor war wie eine Befreiung für die Mannschaft. Die Spieler haben den Rucksack mit den zwei Niederlagen einfach weggeworfen und verdient gewonnen", meinte Kurz. Noch immer hält der bodenständige Typ mit seiner Familie in der Münchner Metropole seinen Wohnsitz. Neun Tage nach der 0:2-Heimpleite gegen Düsseldorf aber hatten die Lauterer zunächst das Glück auf ihrer Seite. Einem regulären Treffer von Benjamin Lauth wurde die Anerkennung (17.) verweigert, da der Ball nach Meinung des Schiedsrichter-Gespanns zuvor die Außenlinie überschritten hatte. Nach dem Wechsel übernahmen die Pfälzer mit der Führung im Rücken immer mehr die Regie und gegen die harmlosen Hausherren geriet der Sieg nie in Gefahr. dpa