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Issinbajewa klagt an: „Es gibt systematisches Doping in Deutschland“

Moskau. Stabhochspringerin Jelena Issinbajewa hat im Kampf um die Zukunft der russischen Leichtathletik Deutschland sowie drei anderen Nationen systematisches Doping unterstellt. "Wir wissen, dass in Ländern wie den USA, Großbritannien, Deutschland und Kenia Athleten gesperrt wurden. Da gibt es systematisches Doping ", sagte die 33-Jährige gestern dem Fernsehsender Russia Today. sid

Stabhochspringerin Jelena Issinbajewa hat im Kampf um die Zukunft der russischen Leichtathletik Deutschland sowie drei anderen Nationen systematisches Doping unterstellt. "Wir wissen, dass in Ländern wie den USA, Großbritannien, Deutschland und Kenia Athleten gesperrt wurden. Da gibt es systematisches Doping ", sagte die 33-Jährige gestern dem Fernsehsender Russia Today.

Die zweimalige Olympiasiegerin bangt um ihre Teilnahme an den Sommerspielen in Rio. Der Leichtathletik-Weltverband entscheidet wohl am 17. Juni, ob die derzeit gesperrten russischen Leichtathleten dort starten dürfen. "Da spricht die blanke Verzweiflung, wenn man solchen Unsinn verzapft", sagte Clemens Prokop, Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbands: "Das Problem in Russland wird durch so etwas nicht gelöst. Das braucht man nicht weiter kommentieren." DOSB-Präsident Alfons Hörmann forderte Issinbajewa auf, Fakten vorzulegen: "Sie muss Argumente liefern."

Issinbajewa selbst ist nie positiv getestet worden und wehrt sich dagegen, dass vielleicht das gesamte russische Leichtathletik-Team für Rio gesperrt bleibt. "Ich bin nicht für die Handlungen anderer verantwortlich. Ich habe die Regeln nicht gebrochen", sagte Issinbajewa: "Ich werde mir nicht das Recht nehmen lassen, das mir zusteht." Zuletzt hatte sie bereits angekündigt, gegen ein mögliches Startverbot der russischen Leichtathleten bei Olympia zu klagen.