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In Wolfsburg hängt der Haussegen schief

Mainz. Nach der zweiten ganz schwachen Vorstellung innerhalb von vier Tagen dachten die Wolfsburger Bosse gar nicht erst daran, ihre zahnlosen "Wölfe " aus der Schusslinie zu nehmen. "Wer jetzt wieder denkt, er könne es sich gemütlich machen, der wird scheitern", polterte Klaus Allofs , Manager des VfL Wolfsburg , und stellte völlig bedient fest: "Das war eines der frustrierendsten Spiele in meiner Amtszeit."Auf dem Weg zum 0:2 (0:1) beim FSV Mainz 05 hatten weder Allofs noch Trainer Dieter Hecking von der Bank aus auch nur eine einzige zwingende Torchance des Vizemeisters gesehen. sid

"Das geht nicht!", sagte Allofs: "Wir konnten in keiner Sekunde auch nur ansatzweise unsere Qualität zeigen." Die frühe Rote Karte gegen Weltmeister Julian Draxler (13.)? "Eine Randnotiz!", sagte der Manager: "Das Thema ist, wie wir danach gespielt haben."

Auch nach dem Mainzer Führungstreffer in der 31. Minute von Pablo De Blasis (FSV-Coach Martin Schmidt: "Ein Teufelskerl") zeigten die Wölfe keine Reaktion, Yunus Malli entschied schließlich die Partie (75.). Vollkommen zufrieden mit dem "galligen und aggressiven" Auftritt seiner Mannschaft war der Mainzer Trainer. "Kompliment für die beiden Tore", sagte Schmidt: "Aber ein noch größeres Kompliment dafür, keins kassiert zu haben." Zuvor hatten die Rheinhessen nur einen Punkt aus den vergangenen drei Spielen geholt. "Jetzt heißt es aber, schön den Kopf unten zu halten und nicht abzuheben", warnte Schmidt.