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"Ich hoffe, dass Messi nie nachlässt"

 Lionel Messi. Foto: dpa
Lionel Messi. Foto: dpa
Barcelona. Mit einem Mikrofon in der Hand fühlt Lionel Messi sich längst nicht so wohl wie mit dem Ball am Fuß. Der Held des Champions-League-Finales FC Barcelona gegen Manchester United (3:1) war bei der Siegesfeier im Stadion Camp Nou die große Enttäuschung. "Ich hoffe, wir können noch viel mehr Titel gewinnen", sagte der Weltfußballer vor 100 000 Barca-Fans

Barcelona. Mit einem Mikrofon in der Hand fühlt Lionel Messi sich längst nicht so wohl wie mit dem Ball am Fuß. Der Held des Champions-League-Finales FC Barcelona gegen Manchester United (3:1) war bei der Siegesfeier im Stadion Camp Nou die große Enttäuschung. "Ich hoffe, wir können noch viel mehr Titel gewinnen", sagte der Weltfußballer vor 100 000 Barca-Fans. Mehr fiel dem Argentinier nicht ein. Dabei hatte er den Anhängern nach dem Gewinn der spanischen Meisterschaft zugesagt, nach einem Champions-League-Sieg zu ihnen zu sprechen. "Aber ich habe nichts zu sagen", räumte er ein."La Pulga" (der Floh) lässt lieber seine Tore und Dribblings für sich sprechen. Mit dem Sieg im Finale von Wembley kommt Messi auf 15 Titel, und das mit nur 23 Jahren. Eine solche Bilanz konnten nicht einmal Fußball-Legenden wie Alfredo di Stefano, Pele, Johan Cruyff oder Diego Maradona in diesem Alter vorweisen. "Ich hoffe, dass Messi nie nachlässt", sagt Trainer Josep Guardiola. "Ohne ihn lässt sich unser Erfolg nicht erklären. Aber Leo spielt nicht allein."

Der Liga-Rivale Real Madrid versuchte bislang vergeblich, mit der Verpflichtung immer neuer Stars die Dominanz der Katalanen zu brechen. "Ich mache mir deshalb keine Sorgen", meint Cruyff, Barcas graue Eminenz. "Real kann so viel Geld ausgeben, wie es will. Es kann immer nur elf Spieler einsetzen."

In Madrid waren im Laufe der Saison Verschwörungstheorien in Umlauf gebracht worden. Die Schiedsrichter bevorteilten Barca, beklagte Real-Trainer Jose Mourinho. In Madrider Medien war gar von einem Doping-Verdacht die Rede. Verteidiger Gerard Pique wies nun in seiner Ansprache auf der Siegesfeier all die Verdächtigungen zurück: "Wir nehmen keine Drogen, wir machen keine Schwalben, wir kaufen keine Schiedsrichter. Wir spielen einfach nur Fußball." dpa