| 23:17 Uhr

Huub Stevens geht auf Kuschelkurs

 Sven Bender wird Borussia Dortmund wegen eines beidseitigen Kieferbruchs, den er sich am Mittwoch im Spiel gegen Arsenal zuzog, mehrere Wochen fehlen. Foto: Frisco Gentsch/dpa
Sven Bender wird Borussia Dortmund wegen eines beidseitigen Kieferbruchs, den er sich am Mittwoch im Spiel gegen Arsenal zuzog, mehrere Wochen fehlen. Foto: Frisco Gentsch/dpa
Gelsenkirchen/Dortmund. Borussia Dortmund leckt seine Champions-League-Wunden, Schalke 04 ist bereit für den Großangriff auf den angeschlagenen Meister. Doch obwohl die Chancen für einen Sieg beim Erzrivalen nach dem bitteren Champions-League-Abend des BVB in London so gut wie lange nicht stehen, verzichtet Schalkes Trainer Huub Stevens auf große Töne - im Gegenteil

Gelsenkirchen/Dortmund. Borussia Dortmund leckt seine Champions-League-Wunden, Schalke 04 ist bereit für den Großangriff auf den angeschlagenen Meister. Doch obwohl die Chancen für einen Sieg beim Erzrivalen nach dem bitteren Champions-League-Abend des BVB in London so gut wie lange nicht stehen, verzichtet Schalkes Trainer Huub Stevens auf große Töne - im Gegenteil."Natürlich besteht da eine Rivalität, aber auch Respekt voreinander. Man kann nur Respekt vor Dortmund haben, wie sie in den vergangenen Jahren vorgegangen sind. Für Schalke ist der Samstag ein weiterer Schritt, um zu lernen", sagte Huub Stevens zwei Tage vor dem 139. Revier-Duell. Auch Schalkes Sportdirektor Horst Heldt verzichtete auf Spitzen gegen den Nachbarn: "Derby ist das, worauf man sich das ganze Jahr freut. Das ist mit das wichtigste Spiel des Jahres. Das ist der Mannschaft bewusst."

Während die Schalker nach dem souveränen 4:0 gegen den 1. FC Nürnberg frisch und ausgeruht in die heiße Vorbereitungsphase gingen, bot der Borussen-Tross bei seiner Rückkehr am Mittwoch aus London ein Bild des Jammers. Spieler und Verantwortliche der Borussia waren nach dem bitteren 1:2 beim FC Arsenal und wegen der schweren Verletzung von Sven Bender (beidseitiger Kieferbruch) noch zu schockiert, um schon einen ungetrübten Blick auf das "Spiel des Jahres" werfen zu können.

"Wir werden gewinnen, weil wir die bessere Mannschaft sind", sagte Torwart Roman Weidenfeller am Flughafen und klang dabei ebenso zögerlich wie Kevin Großkreutz: "Das ist das wichtigste Spiel des Jahres. Wir werden für unsere Fans alles daransetzen, dieses Spiel zu gewinnen."



Unterschätzen wird Stevens den angeschlagenen Gegner nicht. Ob es ein Vor- oder Nachteil sei, dass die Dortmunder das Champions-League-Spiel in den Beinen haben, "weiß man immer erst im Nachhinein", sagte der Niederländer. Der BVB sei in guter konditioneller Verfassung, "und im Rhythmus zu sein, ist immer schön." In den vergangenen zwölf Heimspielen gegen Schalke gab es übrigens nur einen Dortmunder Sieg. sid