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Quali-Aus
Holzdeppe patzt mit Salto nullo in der Qualifikation

Das war nichts: LAZ Stabhochspringer Raphael Holzdeppe scheitert in der Qualifikation an seiner Anfangshöhe.
Das war nichts: LAZ Stabhochspringer Raphael Holzdeppe scheitert in der Qualifikation an seiner Anfangshöhe. FOTO: AP / Matthias Schrader
Berlin. Der Stabhochspringer des LAZ Zweibrücken verpasst das ersehnte Finale bei der Heim-EM. Von Svenja Hofer

Harte Bruchlandung für Raphael Holzdeppe. Im dritten Versuch über seine Anfangshöhe von 5,51 Metern kommt er gar nicht erst ins Fliegen, landet unsanft neben der Matte. Die Verzweiflung ist dem Stabhochspringer des LAZ Zweibrücken ins Gesicht geschrieben. Aus in der Qualifikation bei der Heim-Europameisterschaft. Erneut Salto nullo  bei einem Großereignis. Bereits im WM-Finale 2017 musste der 28-Jährige diese bittere Erfahrung machen. Bereits bei den Olympischen Spielen in Rio 2016 war nach dem Qualifikations-Wettbewerb Schluss. „Es ist gerade extrem enttäuschend. Die letzten drei Jahre sind ernüchternd“, sagte  Raphael Holzdeppe direkt im Anschluss an den Wettkampf im Gespräch mit der ARD.

Schon beim ersten Versuch des Zweibrückers wurde deutlich, dass es schwer werden würde, das Finalticket zu lösen. Dabei war die Höhe eigentlich locker da. Der Abstand zur Latte passte allerdings nicht. So nahm Holzdeppe diese beim Herunterfallen mit sich. Gleiches Bild im zweiten Durchgang. Nach diesem versuchte Holzdeppe im Gespräch mit Bundes- und Heimtrainer Andrei Tivontchik noch einmal neu zu regulieren. Doch es half nichts. „Es war nach der Verletzung bei der deutschen Meisterschaft vor drei Wochen schon knapp mit der Zeit. Aber die vergangenen Tage habe ich mich eigentlich gut gefühlt“, war der Zweibrücker ratlos. Es sei dann aber doch ein Unterschied, ob man im Training oder im Wettkampf springt. „Bereits im ersten Versuch habe ich gemerkt, dass mein Körper weniger im Stande ist, mir zu geben,  als ich erwartet hatte.“ Das klappte gestern im Berliner Olympiastadion jedoch nicht – und so hieß es: Stäbe einpacken und Wunden lecken. „Ich hätte gerne mal wieder ein Jahr, in dem von A bis Z alles passt. Dann könnte ich auch nochmal vorne mitspringen“, denkt Holzdeppe nach der längeren Durststrecke bei internationalen Wettkämpfen keinesfalls daran, aufzugeben.

Mit jeweils überflogenen 5,51 Metern verpassten auch Bo Kanda Lita Baehre (TSV Bayer Leverkusen) und Torben Laidig aufgrund der zu goßren Anzahl an Fehlversuchen den Einzug ins EM-Finale. Dieses wird am Sonntagabend demnach ohne deutsche Beteiligung stattfinden.