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| 23:18 Uhr

Hoffenheims Trainer setzt ein Zeichen

Zuzenhausen. Das Punktekonto des Fußball-Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim bekommt zwar seit acht Spielen kaum Zuwachs, dafür füllt sich die Mannschaftskasse des Tabellenneunten aber immer stärker. Nach der Suspendierung der beiden Angreifer Roberto Firmino und Chinedu Obasi für das Freitagsspiel (20

Zuzenhausen. Das Punktekonto des Fußball-Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim bekommt zwar seit acht Spielen kaum Zuwachs, dafür füllt sich die Mannschaftskasse des Tabellenneunten aber immer stärker. Nach der Suspendierung der beiden Angreifer Roberto Firmino und Chinedu Obasi für das Freitagsspiel (20.30 Uhr) bei Bayer Leverkusen ließ Trainer Holger Stanislawski durchblicken, dass das disziplinlose Duo auch noch mit einer saftigen Geldstrafe rechnen müsse. Auch Torhüter Tom Starke, der nach dem 1:1 am vergangenen Samstag Stürmer Ryan Babel öffentlich kritisiert hatte, wird noch zur Kasse gebeten. Um seinen Einsatz bei seinem Ex-Club aber muss Starke nicht fürchten.Obasi und Firmino, der am Samstag gegen Freiburg die Führung erzielt hatte, hatten es am Morgen nach dem Spiel mit der Disziplin mal wieder nicht so ernst genommen und waren verspätet zum Auslaufen auf dem Trainingsgelände erschienen: Obasi ließ sich 20 Minuten zu lange Zeit, Firmino trudelte erst nach fast einer Stunde ein. Beide sind Wiederholungstäter. Firmino hatte den Abfahrtstermin vor dem ersten Saisonspiel bei Hannover 96 verschlafen, weshalb ihn Stanislawski auf die Ersatzbank beorderte. Obasi hatte nach seiner Auswechslung im Spiel gegen den VfB Stuttgart dem Trainer den Handschlag verweigert und hatte dann auch die Mannschaftsbesprechung im Mittelkreis geschwänzt.

Obasi und Firmino sind nicht die ersten Hoffenheimer, die eine fragwürdige Berufsauffassung offenbarten. Anfang des Jahres hatte Torjäger Demba Ba seinen Rauswurf provoziert, um nach England wechseln zu können. Eine solche Absicht aber mochte Stanislawski den beiden Sündern nicht unterstellen. "Das würde ich nie über die Jungs denken."

Stanislawski ist sich des schlechten Bildes bewusst, das sein auch sportlich stagnierendes Team derzeit abgibt. Deshalb ist er auch bemüht, das Fehlverhalten von Obasi und Firmino als Einzelfälle innerhalb seines Kaders darzustellen. "Ich will in keinster Weise den Keim aufkommen lassen, dass hier alle Jungs schlecht und reine Individualisten sind." Grundsätzlich sei die Mannschaft "sehr zuverlässig, eifrig und mit viel Freude" bei der Arbeit.

Auch Kapitän Andreas Beck wollte von einer kollektiven Charakterschwäche nichts wissen. "Ich wehre mich dagegen, dass die ganze Mannschaft charakterlos sein soll oder dass die Einstellung nicht stimmt." Er kündigte an, "die, die ausreißen, auch wieder ins Boot zu holen". Es liege an der Mannschaft, "wieder in einem besseren Licht dazustehen. Am besten über Ergebnisse".

Für ein erstes Knirschen im Gebälk hatte Starke unmittelbar nach dem Schlusspfiff am Samstag gesorgt, als er Ryan Babel kritisierte. Ein Unding, wie Stanislawski deutlich machte: "Es geht nicht, dass einzelne Spieler andere öffentlich kritisieren. Tom weiß das auch." dapd

Fotos: dpa