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Hoffen auf erstklassigen Tournee-Test

Engelberg. Kurz vor Weihnachten und bevor die Vierschanzentournee startet, sind die deutschen Skispringer noch einmal im Weltcup gefordert. Severin Freund will vorne mitmischen, Richard Freitag fehlt dagegen. Von dpa-MitarbeiterEric Dobias

Im tief verschneiten Engelberg wollen sich Deutschlands Skispringer mit einer erstklassigen Generalprobe für die Vierschanzentournee in die Weihnachtsstimmung bringen. Beim Weltcup am Fuße des imposanten Titlis-Berges hoffen Severin Freund & Co. nach einem Kurz-Trainingslager in Oberstdorf auf einen Podestplatz und Rückenwind für den ersten Saison-Höhepunkt. "Wir haben an der Sprungtechnik gearbeitet und uns den Feinschliff vor der Tournee geholt. In Engelberg wollen wir an die guten Saison-Leistungen anknüpfen", sagte Bundestrainer Werner Schuster.

Allerdings wird Richard Freitag fehlen. Der Topspringer wird wegen einer Knochenhautreizung im linken Sprunggelenk geschont. An seiner Stelle wurde Talent Pius Paschke nominiert. Freitags Start bei der Vierschanzentournee solle nicht gefährdet werden, hieß es.

Heiß auf einen Podiumsplatz, den er beim Heimauftritt vor einer Woche in Titisee-Neustadt zwei Mal verpasst hatte, ist in der Schweiz aber vor allem Severin Freund. "In Engelberg ist mir noch nie ein ganz starkes Ergebnis gelungen. Es ist also an der Zeit dafür", verkündete der 25 Jahre alte Bayer voller Zuversicht: "Ich freue mich auf das Wochenende vor allem vor dem Hintergrund, dass meine Sprünge zusehends konstanter werden. Nach dem Training in Oberstdorf passt es jetzt gut, noch einmal einen Wettkampf vor der Tournee zu springen."

Der Frontmann im deutschen Team gibt sich cool, auch wenn die Konkurrenz immer größer wird. Zuletzt mischten selbst Oldies wie der viermalige Olympiasieger Simon Ammann aus der Schweiz und Japans Skisprung-Opa Noriaki Kasai wieder an der Spitze mit. Doch Schuster glaubt an seine Nummer eins: "Severin ist in Form. Seine Tournee-Chancen sind intakt."

Direkt nach den Feiertagen geht es weiter zum Auftaktspringen der Vierschanzentournee in Oberstdorf. Dafür hat Schuster die sieben Weltcupstarter bereits fix nominiert. Während die Nachwuchsspringer Andreas Wellinger, Karl Geiger und Marinus Kraus trotz einiger Schwankungen bisher überzeugten, laufen die erfahrenen Michael Neumayer und Andreas Wank der Musik noch hinterher. Für die beiden geht es auch darum, mit einem Top-Acht-Platz die Olympia-Norm zu erfüllen.