| 23:18 Uhr

Hochspringerin Ariane Friedrich fliegt in den Berliner Olymp

Berlin. Mit einem "Steilflug" zum deutschen Rekord von 2,06 Meter hat Hochspringerin Ariane Friedrich das letzte Golden-League-Meeting in Berlin glanzvoll gekrönt und ihrer Dauerrivalin Blanka Vlasic einen gehörigen Schock versetzt

Berlin. Mit einem "Steilflug" zum deutschen Rekord von 2,06 Meter hat Hochspringerin Ariane Friedrich das letzte Golden-League-Meeting in Berlin glanzvoll gekrönt und ihrer Dauerrivalin Blanka Vlasic einen gehörigen Schock versetzt. 62 Tage vor dem Start der Leichtathletik-Weltmeisterschaften im Olympiastadion löschte die 25-jährige Frankfurterin am Sonntag den fast 18 Jahre alten Rekord von Heike Henkel und schob sich mit der Weltjahresbestleistung selbst in die Pole Position für das WM-Finale. "Wir haben heute extrem gepokert. Das ist auch ein Signal an die Konkurrenz, dass sie mit mir zu rechnen haben. Ich habe heute einfach Spaß haben wollen", sagte Ariane Friedrich, die auch beim Siegerinterview noch sichtlich Spaß hatte. Zuvor war sie vor der imposanten Leichtathletik-Kulisse von 63 896 Zuschauern mit strohblondem Strubbelkopf und tiefdunkler Sonnenbrille gleich im ersten Versuch über die Rekordhöhe gesegelt und hatte sich dann am Weltrekord der Bulgarin Stefka Kostadinowa versucht: Die Latte lag auf 2,09 Meter, und nach dem zweiten ihrer drei Versuche hielten die Fans den Atem an - doch die Latte wackelte und fiel. Heike Henkel hatte den alten Rekord am 31. August 1991 als Weltmeisterin in Tokio aufgestellt. dpa