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Hochkarätiges Üben für Saisonstart

 In der Vorbereitung spielten die VTZ und die HG Saarlouis bereits gegeneinander, hier wird Marek Galla vom Saarlouiser Ingars Dude gehalten. Am Sonntag trifft die VTZ zunächst auf Sélestat. Foto: Klos
In der Vorbereitung spielten die VTZ und die HG Saarlouis bereits gegeneinander, hier wird Marek Galla vom Saarlouiser Ingars Dude gehalten. Am Sonntag trifft die VTZ zunächst auf Sélestat. Foto: Klos
Zweibrücken. Drei Wochen vor dem Start in die neue Handball-Saison kommt es am Sonntag, 15 August, in der Westpfalzhalle Zweibrücken zum Showdown eines mit Spitzenmannschaften besetzten Handballturniers. Die VTZ-Saarpfalz lässt damit eine alte Turniertradition wiederaufleben Von Merkur-Mitarbeiter Dieter Schmidt

Zweibrücken. Drei Wochen vor dem Start in die neue Handball-Saison kommt es am Sonntag, 15 August, in der Westpfalzhalle Zweibrücken zum Showdown eines mit Spitzenmannschaften besetzten Handballturniers. Die VTZ-Saarpfalz lässt damit eine alte Turniertradition wiederaufleben. Die HG Saarlouis, SAHB Sélestat aus Frankreich, die TSG Haßloch und die VTZ spielen um den Sieg beim Handball-Cup. Dem Gewinner winken 500 Euro, dem Zweiten 350 und dem Dritten 150.Alte BekannteMit dem Zweitligisten HG Saarlouis kommt ein alter Bekannter, der in der zurückliegenden Runde Platz elf im ersten Zweitligajahr erreichte und deutlich den Klassenverbleib schaffte. Noch vor zwei Jahren spielten die HGS und die VTZ gemeinsam in der Regionalliga Südwest. Die Professionalität in Mannschaft und Umfeld steigerte sich bei der HG Saarlouis zielgerichtet. Nun streben die Saarländer in der kommenden Saison die eingleisige Zweite Bundesliga an. Die fünf neuen Spieler Jan Peveling, Christoph Wischniewski, Aleksander Kokoszka, Ingars Dude und Dirk Holzner haben sich nach den ersten Wochen inzwischen bei ihrem neuen Verein eingelebt und gehen mit Zuversicht in die Saison. Bereits am 21. August startet die HG Saarlouis mit dem DHB-Pokalspiel beim VfL Eintracht Hagen mit einem ersten Härtetest. Im Herzen des Elsass, zwischen Colmar und Straßburg, liegt Sélestat (Schlettstadt) mit 16 000 Einwohnern. Der Club Sélestat Alsace Handball wurde im Jahr 1967 gegründet. Nach einigen Jahren in den unteren Ligen wurde der Verein in der Saison 1978/79 Meister der Dritten Liga und stieg danach in die Zweite Liga und somit in den Profibereich auf. In der Saison 1989/90 erfolgte der Aufstieg des Clubs in die Ligue 1. Nach vielen Jahren im französischen Spitzenhandball musste Sélestat vor zwei Jahren in die Zweite Liga absteigen. In der letzten Saison wurde Sélestat Fünfter. Aufgrund seines für die Ligue 1 verhältnismäßig kleinen Budgets begann der Verein früh, auf die Jugendarbeit zu setzen. Der bekannteste Absolvent der Kaderschmiede von Sélestat ist der französische Nationaltorwart Thierry Omeyer, inzwischen beim THW Kiel. Omeyer stammt aus dem elsässischen Mülhausen. 1994 heuerte der 1,91 Meter große Torhüter bei Sélestat Alsace Handball an. Der Drittligist TSG Haßloch bestreitet seine Heimspiele in der kommenden Saison ausschließlich in der Pfalzhalle. Die Atmosphäre in der Kultstätte, die mitten im Ort liegt, soll dabei helfen, mindestens Platz neun (Klassenverbleib) für die neue Dritten Liga zu erreichen. Früher, in glorreichen Haßlocher Zweitliga-Zeiten, platzte sie oft aus allen Nähten. In der Dritten Liga warten viele neue Gegner, klangvolle Namen wie Leutershausen oder Großsachsen, alte Bekannte wie Hochdorf oder Mundenheim. "Die nächste Saison ist überlebenswichtig. Erreichen wir die Dritte Liga nicht, bricht die Mannschaft völlig auseinander. Aber wir wollen hier eine neue Euphorie wecken", sagt Roland Bub, Handball-Abteilungsleiter der TSG. Der Veranstalter VTZ gilt am Wochenende als Außenseiter und kann nur positiv überraschen. Nach dem Abstieg aus der Regionalliga Südwest müssen die Zweibrücker in der kommenden Saison in der RPS-Oberliga frühzeitig den Rhythmus finden. Die Neuzugänge Torben Rixecker, Andreas Birk, Rückkehrer Thorsten Bas und der gerade am Fuß operierten Stefan Dreßel stellen sich am Sonntag dem Zweibrücker Publikum vor. Zeitplan am Sonntag: bis 12.30 Uhr Jugendspiele, 13 Uhr HG Saarlouis - TSG Haßloch, 14.30 Uhr VTZ - SAHB Sélestat, 16 Uhr Spiel der Verlierer, 17.30 Uhr Finale. Der Eintritt kostet drei Euro.