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Heynckes sieht FC Bayern vor „großer Dekade“

München. Eine mögliche Ehrung zum Welttrainer des Jahres würde Jupp Heynckes „hinnehmen“. Seinen früheren Verein FC Bayern München sieht er gewappnet für weitere Erfolge in Europa. dpa

Jupp Heynckes sieht Triple-Sieger Bayern München auf dem besten Weg zu einer regelrechten Erfolgs-Ära im europäischen Fußball. "Eine Mannschaft, die so strukturiert ist, vom Alter, von der Qualität und dem gegenseitigen Respekt, hat noch eine große Dekade vor sich", sagte der 68-Jährige dem "Kicker". Heynckes hatte die Münchner in der vergangenen Saison zum Triple geführt und danach seine Trainer-Laufbahn beendet. "Ich sehe keine bessere Mannschaft in Europa als Bayern. Sie ist stark genug, in den kommenden Jahren die Nummer eins in Europa zu bleiben", sagte Heynckes. Der nationalen Konkurrenz in der Bundesliga bleibe wohl nur das Nachsehen: "Der FC Bayern als gesamter Club hat einfach eine andere Qualität, das Personal ist fantastisch."

Bayern-Kapitän Philipp Lahm sieht im so unglücklich verlorenen "Finale dahoam" 2012 den entscheidenden Faktor für den unglaublichen Siegeszug der Münchner. "Die Fußballtragik, diese bitteren Tränen haben wahnsinnige Kräfte bei uns freigesetzt. Das war unser größter Trumpf", erinnerte Lahm auf der Homepage des deutschen Fußball-Rekordmeisters. 2012 hatten Lahm und Co. das Champions-League-Finale in München gegen den FC Chelsea im Elfmeterschießen verloren.

"Nach dem Finale 2012 gab es zwei Möglichkeiten: Entweder man bricht als Mannschaft ausein ander. Oder man wächst noch enger zusammen", sagte Lahm weiter. "Bei uns ist Letzteres eingetreten." Umso schöner sei dann der Moment gewesen, als im vergangenen Mai der ersehnte Triumph in der Champions League unter Dach und Fach gewesen sei. "Endlich hatte sich die harte Arbeit ausgezahlt, endlich hatte es geklappt, endlich hatte ich dieses Ding in meinen Händen", blickte Lahm zurück auf sein Traumjahr 2013.

Heynckes erteilte unterdessen einer Rückkehr auf die Trainerbank eine klare Absage. "Es sind, meine Zeit als Spieler eingerechnet, sogar rund 50 Jahre im Profibereich gewesen. Aber irgendwann sagt man sich, dass es genug ist und dass es noch ein Leben nach dem Fußball gibt", betonte Heynckes. Als "nicht alltägliche Auszeichnung" bezeichnete der Ex-Coach eine mögliche Ehrung zum Welttrainer des Jahres 2013. "Sollte es so kommen, werde ich es hinnehmen."