| 23:13 Uhr

Hessen-Derby: Aufenthaltsverbot für Eintracht-Fans

Darmstadt. Die Fans von Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt müssen beim Derby bei Darmstadt 98 am Samstag (15.30/Sky) nicht nur dem Stadion fernbleiben. Die Stadt Darmstadt teilte gestern mit, dass sie "aufgrund einer entsprechenden Gefahrenprognose mittels Allgemeinverfügung ein allgemeines Aufenthaltsverbot für Eintracht-Anhänger im Zeitraum vom 29. April, 19 Uhr bis zum 1. Mai, 7 Uhr erlassen" habe. Dies berichtete Bürgermeister und Ordnungsdezernent Rafael Reißer. sid/dpa

Die Fans von Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt müssen beim Derby bei Darmstadt 98 am Samstag (15.30/Sky) nicht nur dem Stadion fernbleiben. Die Stadt Darmstadt teilte gestern mit, dass sie "aufgrund einer entsprechenden Gefahrenprognose mittels Allgemeinverfügung ein allgemeines Aufenthaltsverbot für Eintracht-Anhänger im Zeitraum vom 29. April, 19 Uhr bis zum 1. Mai, 7 Uhr erlassen" habe. Dies berichtete Bürgermeister und Ordnungsdezernent Rafael Reißer.

Unter anderem wegen massiver Ausschreitungen während des Hinspiels im Dezember 2015 hatte das DFB-Sportgericht die Frankfurter mit zwei Zuschauerausschlüssen bestraft, von denen einer das Derby betrifft. Der Gäste-Fanblock wird damit am Samstag leer bleiben. Durch das Aufenthaltsverbot solle "sichergestellt werden, dass den Bürgerinnen und Bürgern in der Innenstadt das größtmögliche Maß an Sicherheit zu Teil wird. Auch ich appelliere daher vor allem an die Fans der Frankfurter Eintracht, diese Verfügung zu respektieren und den Anweisungen der Polizei Folge zu leisten", sagte Reißer.

Kritik der Fan-Vertreter



Trotz des Ausschlusses rechnet die Polizei mit bis zu 3000 Eintracht-Fans. "Alle Zugangsmöglichkeiten werden überwacht. Unsere szene-kundigen Beamten kennen die Störer", meinte Polizei-Einsatzleiter Bernd Denninger. "Wir kritisieren die Allgemeinverfügung scharf und halten diese für unverhältnismäßig und mit rechtsstaatlichen Prinzipien nicht vereinbar", übte die Fanorganisation "Nordwestkurve Frankfurt" umgehend heftige Kritik . Das Innenstadtverbot zeuge "von einer absurden Hysterie" und stelle die Eintracht-Fans unter Generalverdacht.

Frankfurts Vorstandsmitglied Axel Hellmann geht davon aus, dass es keine Eskalation in der Stadt geben werde. "Ich glaube nicht, dass es unruhig wird. Sicher werden einige Fans hinfahren. Aber die Vorstellung, dass Tausende ihr Unwesen in Darmstadt treiben, halte ich für unrealistisch", so Hellmann.