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Schwimm-WM in Südkorea
Heintz und Hentke haben Medaillen vor Augen

Gwangju.  Philip Heintz hat bei der Schwimm-WM in Südkorea Hoffnungen auf die nächste deutsche Medaille geschürt. Der Vize-Europameister zog am Mittwoch in Gwangju als Zweiter ins Finale der Weltmeisterschaft über 200 Meter Lagen ein und überraschte damit auch sich selbst. sid

„Das grenzt schon fast an ein Wunder“, sagte der Heidelberger, der nach einer Schulterverletzung und Motivationsproblemen drei Monate Pause gemacht hatte.

Franziska Hentke erreichte als Fünfte den Endlauf über 200 Meter Schmetterling. Die Vizeweltmeisterin von 2017 blieb aber fast drei Sekunden über ihrer Bestzeit. „Das ist ja nichts“, meinte die Medaillenkandidatin aus Magdeburg und fand es „ein bisschen schockierend“, dass die Konkurrenz so langsam war.

Als dritte deutsche Staffel für Olympia qualifizierte sich das gemischte Lagenquartett über 4x100 Meter. Im Finale rückten Laura Riedemann, Fabian Schwingenschlögl, Marius Kusch und Jessica Steiger dank der Disqualifikation der Niederlande auf Rang sieben vor. Der Saarbrücker Christoph Fildebrandt hatte es nicht in die Staffel geschafft.



Florian Wellbrock hofft nach seinem Vorlauf-Aus über 800 Meter jetzt auf die 1500 Meter am Samstag. Sein großer Konkurrent Gregorio Paltrinieri schnappte ihm einen historischen Meilenstein weg: Der Vizeweltmeister mit Italiens Freiwasserstaffel ist nach seinem Sieg über 800 Meter mit Europarekord der erste Mann, der bei einer WM drinnen und draußen Edelmetall gewonnen hat.

Der Ungar Kristof Milak (19) verbesserte als Sieger über 200 Meter Schmetterling in 1:50,73 Minuten den zehn Jahre alten Weltrekord von Michael Phelps um 78 Hundertstelsekunden.