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Deutsche Handballer erreichen WM-Halbfinale
Deutsche Handballer erreichen WM-Halbfinale

 Handball-Bundestrainer Christian Prokop.   Foto: Stache/dpa
Handball-Bundestrainer Christian Prokop. Foto: Stache/dpa FOTO: dpa / Soeren Stache
Köln. Der Traum von einer WM-Medaille lebt: Die deutschen Handballer haben dank ihrer Weltklasse-Abwehr und des überragenden Rückraumspielers Fabian Wiede ihren Matchball gegen Kroatien verwandelt und den Einzug ins Halbfinale der Heim-WM perfekt gemacht.

Angetrieben von der lautstarken Kölner Arena entschied das Team von Bundestrainer Christian Prokop gestern Abend eine hochspannende Partie mit 22:21 (11:11) für sich. Damit kann der DHB-Auswahl das Ticket für das Halbfinale am Freitag in Hamburg vor dem abschließenden Hauptrundenspiel am Mittwoch (20.30 Uhr/ARD) gegen Spanien nicht mehr genommen werden.Vor 19 250 euphorischen Zuschauern in der erneut ausverkauften Halle war Wiede mit sechs Treffern erfolgreichster deutscher Werfer. Eine Bestnote verdiente sich aber vor allem die erneut auf allerhöchstem Niveau agierende deutsche Defensive – und der wieder überragende Torhüter Andreas Wolff. Im Angriff haperte es dagegen gewaltig. Die Partie startete für die deutsche Mannschaft mit einem schweren Rückschlag. Mittelmann Martin Strobel, der zentrale Regisseur im Spielaufbau der DHB-Auswahl, verdrehte sich in der neunten Minute in einem Zweikampf das linke Knie und musste unter dem aufmunternden Applaus der Zuschauer per Trage vom Feld transportiert werden. Kurz danach wurde der Zweitliga-Profi mit Verdacht auf einen Kreuzbandriss ins Krankenhaus gebracht. Das Innenband sei sicher gerissen, teilte ein DHB-Sprecher in der Halbzeitpause mit.

Prokops Team kompensierte den bitteren Ausfall mit viel Leidenschaft, großem Kampfgeist – und einer immer besser werdenden Abwehr. Dennoch blieb die hochspannende Partie eng, weil es nach dem Verlust von Strobel zum Teil ordentlich im deutschen Angriff haperte.

Das lag aber weniger am Spielaufbau, sondern an der teils mangelhaften Konzentration. Kapitän Uwe Gensheimer oder Rechtsaußen Patrick Groetzki, die beide einen schlechten Abend erwischt hatten.