| 22:18 Uhr

Handball: Schwenker bestreitet Bestechung

Kiel. Der ehemalige Handball-Manager Uwe Schwenker (Foto: dpa) hat vor der Kieler Staatsanwaltschaft jegliche Geldzuwendungen zum Zwecke der Schiedsrichterbestechung abgestritten

Kiel. Der ehemalige Handball-Manager Uwe Schwenker (Foto: dpa) hat vor der Kieler Staatsanwaltschaft jegliche Geldzuwendungen zum Zwecke der Schiedsrichterbestechung abgestritten. "Eine Zahlung im Zusammenhang mit einer Spielmanipulation nach einem verlorenen Finalrückspiel war und ist für mich völlig abwegig", heißt es im Aussage-Protokoll des ehemaligen Angestellten des THW Kiel. Dem THW wird vorgeworfen, mindestens zehn Spiele in der Champions League durch Schiedsrichter-Bestechung manipuliert zu haben. Gegen Schwenker wird wegen des Verdachts der Untreue ermittelt. Eine Stellungnahme des Vereins war zunächst nicht zu erhalten. Schwenker erklärt den Verbleib der 152 000 Euro damit, dass 2007 der Kroate Nenad Volarevic 92 000 Euro als Gegenleistung für den Aufbau eines Informationsnetzwerkes erhalten habe. 60 000 Euro seien im Jahr darauf an den ehemaligen Kieler Coach Zvonimir Serdarusic gegangen, der wegen seines aufwendigen Lebensstils Geld benötigt hätte. Den Betrag abzüglich ihm zustehender Prämien habe Serdarusic kürzlich zurückgezahlt. Die Zahlungen an Volarevic erfolgten zeitnah zum unter Manipulationsverdacht Champions-League-Finalrückspiel gegen die SG Flensburg-Handewitt, das der THW am 30. April mit 29:27 gewann. Trainer Serdarusic hat nach Informationen der "Kieler Nachrichten" in der vorletzten Woche bei der Kieler Behörde die Aussage verweigert. dpa