| 23:34 Uhr

Handball-Oberliga
Gegen Topfavoriten nichts zu verlieren

Der SV 64 Zweibrücken um Benny Zellmer (am Ball) kann im Heimspiel gegen Hochdorf befreit aufspielen.
Der SV 64 Zweibrücken um Benny Zellmer (am Ball) kann im Heimspiel gegen Hochdorf befreit aufspielen. FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Zweibrücken. Oberligaherren des SV 64 Zweibrücken empfangen Trainer Bullachers Ex-Club TV Hochdorf. Im ersten Heimspiel der Saison empfängt die A-Jugend am Sonntag die SG Pforzheim.

Vor einer schweren, aber zugleich sportlich reizvollenb Aufgabe stehen die Oberligahandballer des SV 64 Zweibrücken. Am Samstag um 18 Uhr empfangen sie den Topfavoriten TV Hochdorf in der heimischen Ignaz-Roth-Halle. Das Team aus der Vorderpfalz wurde im Vorfeld der Saison von allen Trainern der Liga als unangefochtenen Meisterschafts- und Aufstiegskandidaten gehandelt. Die sogenannten Pfalzbieber haben nicht weniger als acht Spieler im Kader, die Einsätze in der ersten oder zweiten Bundesliga in ihrer Vita aufweisen können. Während der Vorbereitung ließen die Hochdorfer bereits aufhorchen, als sie mit Nussloch, Dansenberg, Oftersheim-Schwetzingen und Großsachsen fast alle namhaften Drittligisten ihrer Region bezwingen konnten. Mit viel Selbstvertrauen ausgestattet, hat sich das Motto „Mission Aufstieg“ als Leitfaden im Verein und im Umfeld des handballverrückten Dorfs eingeprägt. Mit zwei Siegen gegen Kastellaun und Illtal sind die Hochdorfer auch erwartungsgemäß erfolgreich in die Saison gestartet. Wie hoch allerdings der Aufstiegsdruck ist, konnte man in den Medien verfolgen, die nach dem knappen Sieg gegen die HF Illtal titelte „Beinahe blamiert“. Dabei ist Illtal als dreifacher Vizemeister eines der wenigen Teams, die den Vorderpfälzern Paroli bieten könnten.

Ganz andere Sorgen hat der Zweibrücker Trainer Stefan Bullacher vor der Begegnung gegen seinen ehemaligen Verein, zu dem er noch regelmäßig Kontakt hat. Vor allem mit dem Vorsitzenden Christian Deller und Trainer Steffen Christmann verbindet ihn eine Freundschaft aus seiner Zeit beim TVH. Bullachers Arbeit unter der Woche galt erst einmal der Aufarbeitung des Auswärtsspiels in Saulheim. „Wir wollen unsere Mannschaft weiterentwickeln und dazu gehört, dass wir uns kritisch mit unseren Leistungen auseinander setzen. Das haben wir getan und die Jungs sind offen und lernwillig. Das war mir auch sehr wichtig“, erklärt der Übungsleiter im Rückblick. Das Spiel gegen den Topfavoriten, sieht der A-Lizenzinhaber als sportlichen Leckerbissen für seine Schützlinge und die Zweibrücker Zuschauer. „Das wird bestimmt ein tolles Spiel, in dem wir völlig ohne Druck auftreten können. Wir haben überhaupt nichts zu verlieren, können aber an einem Sahnetag alles gewinnen. Im Sport passieren manchmal verrückte Dinge. Das Spiel wird so oder so eine gute Erfahrung für unser junges Team werden“, sieht Bullacher der Begegnung mit großer Freude entgegen. Personell muss der Coach weiterhin auf den Langzeitverletzten Thomas Zellmer verzichten. Ob ein weiterer Spieler aus der A-Jugend oder der zweiten Mannschaft den Kader komplettiert, soll erst kurzfristig entschieden werden.

Die A-Junioren des SV 64 Zweibrücken feiern am Sonntag gegen die SG Pforzheim-Eutingen ihr Heimdebüt in der Jugendbundesliga-Saison. Der Vorzeigeverein aus Baden, ist ein alter Wegbegleiter der Zweibrücker Junglöwen. Seit vielen Jahren kreuzen sich die Wege der Nachwuchsteams beim internationalen Capmarkt-Cup, bei deutschen Meisterschaften und in der Jugendbundesliga. Als Tabellendritter der Vorsaison ist das Team aus der Goldstadt am Sonntag Favorit gegen den SV 64. Trotzdem möchte die Truppe von Trainer Klaus-Peter Weinert an die starke Leistung aus dem Auftaktsieg gegen Bottwar anknüpfen. „Pforzheim verfügt über eine ganz starke 3:2:1-Deckung und ist in der Lage, einen unglaublichen Tempohandball zu spielen. Wir brauchen wieder eine geschlossene Teamleistung, wenn wir gegen diese Mannschaft bestehen wollen“, beschwört Weinert wiederum den Teamgeist als Erfolgsrezept seiner Schützlinge. Anpfiff ist um 14 Uhr in der Ignaz-Roth-Halle.