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Handball: Kiel demütigt die "Löwen" und freut sich schon aufs Finale

Kiel. Mit einer Demonstration der Stärke hat Handball-Meister THW Kiel die Rhein-Neckar Löwen in der Champions League gedemütigt und den in der angeblichen Manipulationsaffäre stichelnden Bundesliga-Rivalen abgewatscht

Kiel. Mit einer Demonstration der Stärke hat Handball-Meister THW Kiel die Rhein-Neckar Löwen in der Champions League gedemütigt und den in der angeblichen Manipulationsaffäre stichelnden Bundesliga-Rivalen abgewatscht. Die 37:23-Gala der Norddeutschen im Halbfinal-Hinspiel am Sonntagabend sorgte nicht nur bei den 10 250 Zuschauern für Entzücken: "Das 14-Tore-Polster ist ein super Ergebnis", frohlockte THW-Trainer Alfred Gislason. Ex-Nationalspieler Christian Zeitz denkt schon ans Finale: "Ich fahre lieber nach Spanien als nach Hamburg." Macht Kiel am Donnerstag (19 Uhr/Eurosport) den Finaleinzug perfekt, wartet als Finalgegner entweder der HSV Hamburg oder Titelverteidiger BM Ciudad Real (Hinspiel 29:30), dem der THW im Mai 2008 die Trophäe überlassen musste.Rache für Anschuldigungen "Es hat uns auf jeden Fall angespornt", sagte Zeitz zu den Manipulationsanschuldigungen aus dem Lager der Badener. Löwen-Gesellschafter Jesper Nielsen hatte in den vergangenen Wochen schwere Betrugsvorwürfe Richtung Förde geschickt sowie eine dreijährige internationale Sperre und einen Abzug von 20 Punkten in der nächsten Saison für die Kieler gefordert. "Wenn man hört, was Jesper Nielsen sagt, der keine Ahnung von Handball hat und sein Geld mit Schmuck verdient, dann ist das schon peinlich", erzürnte sich Zeitz. Dementsprechend einfach war Gislasons Einstimmung seiner Akteure auf die Duelle mit den "Löwen": "Ich musste nur die Namen Storm und Nielsen erwähnen, dann kochte bei uns in der Kabine schon alles." dpa