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Handball-Bundestrainer spricht nach erneuter Niederlage Klartext

Santos. Heine Jensen, Bundestrainer der deutschen Handballerinnen, hat seinem Team vor dem entscheidenden Vorrundenspiel gegen Angola ein schlechtes WM-Zeugnis ausgestellt

Santos. Heine Jensen, Bundestrainer der deutschen Handballerinnen, hat seinem Team vor dem entscheidenden Vorrundenspiel gegen Angola ein schlechtes WM-Zeugnis ausgestellt. "Die Basissachen stimmen einfach nicht, hier reden wir über Nationalspielerinnen, die eigentlich die Besten der Besten sein sollen", sagte Jensen nach der 20:26-Niederlage gegen Island in der Nacht zum Donnerstag. Nach der zweiten Niederlage im vierten Spiel braucht die Auswahl des Deutschen Handballbundes zum Abschluss der Gruppenphase am heutigen Freitag (17.45 Uhr/Sport1) gegen Afrikameister Angola einen Sieg zum sicheren Erreichen der K.o.-Runde bei der Handball-WM in Brasilien. "Da müssen wir mit Selbstbewusstsein rangehen, denn wir sitzen schon fast im Flieger nach Deutschland", sagte der dänische Trainer."Wir haben große Arbeit vor uns, ich hatte gehofft, dass wir schon weiter in unserer Entwicklung waren. Ich bin im Moment der Hauptverantwortliche und ich übernehme die Verantwortung für das, was in den Spielen in Brasilien passiert ist", sagte Jensen. Er fordert, dass sich die Spielerinnen mit dieser Situation auseinandersetzen. "Die Spielerinnen müssen der Realität in die Augen schauen, knallhart arbeiten", haderte er mit den zuletzt gezeigten Leistungen bei der 20:26-Niederlage gegen Island und der katastrophalen ersten Halbzeit (7:12) gegen China, obwohl es da noch zum glücklichen 23:22-Sieg reichte.

Im Alles-oder-Nichts-Spiel heute gegen Angola gilt es nun, die letzten Reserven zu mobilisieren. Sollte das deutsche Team verlieren, geht das Turnier für sie im Presidents-Cup weiter, in dem die Plätze 17 bis 24 ausgespielt werden. Das Thema Olympia hätte sich dann aber erledigt. dpa