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Hakan Calhanoglu drängt auf Wechsel nach Leverkusen

Hamburg. Mittelfeldspieler Hakan Calhanoglu besteht auf einem Wechsel vom Hamburger SV zum Champions-League-Teilnehmer Leverkusen. „Ich möchte den HSV definitiv verlassen. dpa

Meine Perspektive für die kommende Saison sehe ich ganz klar bei Bayer Leverkusen. Ich bin mit großer Hoffnung hierhergekommen, aber ich habe sie verloren", sagte der 20-Jährige der "Sport Bild".

Zwar habe er seinen Vertrag erst jüngst verlängert, bringe dadurch aber eine hohe Ablöse in die klamme HSV-Kasse. Calhanoglu war vor einem Jahr für 2,5 Millionen Euro aus Karlsruhe gekommen, inzwischen könnte eine Ablöse im zweistelligen Bereich erreicht werden. "Ich will einfach auch so weit kommen wie Cristiano Ronaldo oder Messi. Ich will auch ein Weltstar werden, über den alles spricht", begründete der türkische Nationalspieler seinen Sinneswandel. Besonders getroffen habe ihn die Wette, die der HSV-Vorstandsvorsitzende Carl-Edgar Jarchow zu seinem Verbleib selbst in der Zweiten Liga mit einem Reporter abgeschlossen habe: "Ich fand das respektlos. Ich gebe alles für den HSV, und er wettet. Dabei geht es um die Zukunft eines jungen Menschen." Er hoffe nicht, dass der HSV darauf bestehe, dass er seinen Vertrag an der Elbe erfüllt: "Ich habe mich wohlgefühlt, die Stadt ist toll, die Fans sensationell. Aber ich hätte kein gutes Gefühl und weiß nicht, ob ich weiter so locker und leicht spielen könnte. Ich will nicht, dass sie eine Mauer um meine Karriere bauen. Ich möchte den HSV im Guten verlassen", betonte er.

Nach enttäuschten Reaktionen der HSV-Anhänger rechtfertigte der Freistoßspezialist auch im Kurznachrichtendienst twitter seine Wechselabsicht. Die Hamburger Fans beschimpften Calhanoglu als "Heuchler" und "Verräter".