| 23:30 Uhr

Mainz 05
„Großartige Mentalität“: Mainz erkämpft 2:2 bei RB

Leipzig/Mainz. (dpa) Mit dem unverhofften Punktgewinn in Leipzig ist die Stimmung beim zuletzt eher freudlosen FSV Mainz 05 wieder deutlich gestiegen. „Wir haben zweimal einen Rückstand aufgeholt, das nehmen wir als positive Entwicklung mit. Wir haben großartige Mentalität und großartigen Widerstandsgeist gezeigt, wir hatten immer den Glauben an das Ergebnis“, sagte Trainer Sandro Schwarz nach dem 2:2 (1:2) der Rheinhessen am Samstag beim Bundesliga-Zweiten. Die Mannschaft jubelte wie bei einem Sieg, der Chefcoach saß beim Schlusspfiff allerdings auf der Tribüne. Dort habe er beim Ausgleichstreffer in der 87. Minute durch den lange verletzten Joker Emil Berggreen vor lauter Freude die nette Dame neben ihm auf die Stirn geküsst. Aus Versehen, wie der 39-Jährige später erzählte – und sich auch entschuldigte. Die überschwängliche Reaktion von Schwarz war leicht zu erklären: Nach der 1:3-Heimniederlage gegen den FC Augsburg waren Zweifel aufgekommen, ob dieses Team die Klasse für das Oberhaus hat. Die Unruhe innerhalb des Clubs riss zudem nicht ab: Präsident Johannes Kaluza trat Mitte der Woche nach nicht einmal sechs Monaten zurück.

(dpa) Mit dem unverhofften Punktgewinn in Leipzig ist die Stimmung beim zuletzt eher freudlosen FSV Mainz 05 wieder deutlich gestiegen. „Wir haben zweimal einen Rückstand aufgeholt, das nehmen wir als positive Entwicklung mit. Wir haben großartige Mentalität und großartigen Widerstandsgeist gezeigt, wir hatten immer den Glauben an das Ergebnis“, sagte Trainer Sandro Schwarz nach dem 2:2 (1:2) der Rheinhessen am Samstag beim Bundesliga-Zweiten. Die Mannschaft jubelte wie bei einem Sieg, der Chefcoach saß beim Schlusspfiff allerdings auf der Tribüne. Dort habe er beim Ausgleichstreffer in der 87. Minute durch den lange verletzten Joker Emil Berggreen vor lauter Freude die nette Dame neben ihm auf die Stirn geküsst. Aus Versehen, wie der 39-Jährige später erzählte – und sich auch entschuldigte. Die überschwängliche Reaktion von Schwarz war leicht zu erklären: Nach der 1:3-Heimniederlage gegen den FC Augsburg waren Zweifel aufgekommen, ob dieses Team die Klasse für das Oberhaus hat. Die Unruhe innerhalb des Clubs riss zudem nicht ab: Präsident Johannes Kaluza trat Mitte der Woche nach nicht einmal sechs Monaten zurück.

„Ich bin sehr zufrieden heute, dass das auch mit dem Punkt belohnt wurde“, sagte der strahlende Schwarz. „Wir haben ein sehr emotionales Spiel gesehen.“ Das meinte der Ur-Mainzer auch in eigener Causa: Nach einer Stunde war er von Schiedsrichter Patrick Ittrich weg vom Spielfeld und ein paar Etagen höher auf die Tribüne geschickt worden, weil er an der Seitenlinie zu laut gemeckert hatte. Die Mainzer profitierten auch von einer auffälligen Schwäche der Leipziger: „Über 50 Prozent unserer Gegentore in der Champions League waren nach Standards und das ist in der Bundesliga nicht anders. In meinen Augen sind wir nicht bereit, alles zu geben“, sagte RB-Stürmer Yussuf Poulsen. Für Coach Ralph Hasenhüttl ist das Nerv-Thema eines, „wo man den Finger in die Wunde legen muss und das wird passieren“. Denn auch die 05er nutzten einen Freistoß und eine Ecke für Tore von Robin Quaison (39.) und Berggreen (87.), die die zweimalige Führung durch Kevin Kampl (29.) und Timo Werner (45.+2/Foulelfmeter) ausglichen.