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Grindel ist am Ziel und will den DFB wieder vereinen

Frankfurt. Als Reinhard Grindel im Saal "Harmonie" zum neuen DFB-Präsidenten gewählt wurde, war der brüchige Frieden im Deutschen Fußball-Bund (DFB) wiederhergestellt. Mit großer Mehrheit bestätigten die 255 Delegierten im Frankfurter Congress Center das, was seit Wochen klar war: Der CDU-Politiker Grindel soll den DFB aus der Krise führen, er ist der zwölfte DFB-Chef der Geschichte."Es gibt Aufgaben, die wichtiger sind als wir selbst: dafür zu sorgen, dass der Fußball eine gute Zukunft hat, in der Bundesliga und in der Kreisliga", sagte der Nachfolger des im November 2015 zurückgetretenen Wolfgang Niersbach (65) während seiner Wahlrede: "Dafür setze ich mich ein. sid

Darum geht es jetzt!" Es gab bei 254 Ja-Stimmen, vier Gegenstimmen und eine Enthaltung.

Auf den bisherigen DFB-Schatzmeister (neu in diesem Amt ist Stephan Osnabrügge), der dafür beim DFB 14 000 Euro bekommt, wartet eine Mammutaufgabe: Er muss die Streitereien zwischen den Profi- und Amateur-Vertretern beilegen, die Reputation des DFB auf internationalem Parkett wiederherstellen, die zu erwartenden Einschläge der WM-Affäre 2006 abfedern.

"Wir gewinnen neues Vertrauen und werden erfolgreich sein, wenn wir zusammenhalten und die Einheit im Fußball leben. Amateurverbände und Liga, Haupt- und Ehrenamt. Der neue DFB wird eine gute Zukunft haben, wenn es uns gelingt, alles zu vereinen: die sportlichen Erfolge, das äußere Erscheinungsbild, aber eben auch die inneren Werte", sagte Grindel, dessen Amtszeit zunächst bis zum Ordentlichen Bundestag am 3. und 4. November in Erfurt läuft. Das übergeordnete Ziel bleibt die Ausrichtung der EM 2024. "Wir werden geschlossen unser Leuchtturmprojekt mit großer Energie verfolgen", sagte Grindel.