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Olympia
Gold-Biathlon und der Zauberer von OZ

FOTO: Robby Lorenz / SZ
Was war das für 1 Beginn dieser Spiele, so vong Erfolg her, um einmal die Jugendsprache zu bemühen. I bims, der Medaillenregen. Vier Gold-, eine Silber und zwei Bronzemedaillen nach 18 von 102 Olympischen Wettbewerben, diese Bilanz ist herausragend. Zum Vergleich: Drei Olympiasiege deutscher Teams (BRD/DDR) an den ersten beiden Wettkampftagen gab es zuletzt 1972 in Sapporo/Japan. Stefan Regel

Die größten Goldsammler waren dabei mal wieder die Biathleten um Laura Dahlmeier und Arnd Peiffer. Und auch die Einschaltquoten sind spektakulär. Sowieso ist Biathlon eine Sportart, die verdammt vieles richtig gemacht hat, sowohl in Sachen Reglement wie auch Anpassungen ans Fernsehen. Denn dass eine Sportart, die gerade mal rund 1000 Menschen in Deutschland aktiv ausüben, so populär im TV ist, ragt ebenso wie die sportliche Bilanz heraus.

Dabei hat es der gemeine Olympia-Fernsehfan diesmal wahrlich nicht leicht. Durch die Acht-Stunden-Zeitverschiebung starten die Wettbewerbe und Medaillenentscheidungen gerne mal um 10 Uhr morgens in Südkorea, was bei uns 2 Uhr nachts ist. Schlafraubend wie der Super Bowl, so mancher wird da seinen Olympiakater am nächsten Tag im Büro merken. Sogar uns „Profis“ passierte das beispielsweise in der Nacht auf Sonntag. Nach dem Sportstudio noch Olympia live schauen – eine ambitionierte Idee. Am Ende siegten natürlich – Morpheus’ Arme. Gut, dass die deutschen Medaillen bisher alle erst später am Tag kamen. Und wir in der Redaktion müssen immer etwas machen, das Journalisten nachgesagt wird nicht zu können: rechnen. Hoffentlich gehen beim Spagat zwischen Ortszeit (OZ kürzen es die Agenturen ab) und der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) nicht doch deutsche Medaillen schlaftechnisch verloren. Denn gegen Müdigkeit und Morpheus kann auch der Zauberer von OZ nicht helfen.