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Gladbach vor der Brust, Zürich schon im Sinn

Nyon/München. Losglück für Bayern München: Der deutsche Fußball-Rekordmeister trifft in den Playoff-Spielen zur Champions League auf den Schweizer Vizemeister FC Zürich. "Das ist eine lösbare Aufgabe", kommentierte Trainer Jupp Heynckes am Freitag das Ergebnis der Auslosung am Sitz der Europäischen Fußball-Union Uefa im schweizerischen Nyon

Nyon/München. Losglück für Bayern München: Der deutsche Fußball-Rekordmeister trifft in den Playoff-Spielen zur Champions League auf den Schweizer Vizemeister FC Zürich. "Das ist eine lösbare Aufgabe", kommentierte Trainer Jupp Heynckes am Freitag das Ergebnis der Auslosung am Sitz der Europäischen Fußball-Union Uefa im schweizerischen Nyon. "Unser Ziel ist es, in die Gruppenphase zu kommen. Wir haben eine große Chance."Der deutsche Rekordmeister hat am 16./17. August zunächst Heimrecht. Eine Woche später findet auswärts in der Schweiz das entscheidende Rückspiel statt. Die Gruppenphase mit 32 Mannschaften, für die der deutsche Meister Borussia Dortmund und Vizemeister Bayer Leverkusen direkt qualifiziert sind, beginnt am 13. September.

Der FC Zürich mit dem ehemaligen Stuttgarter Ludovic Magnin hatte in der dritten Qualifikationsrunde Standard Lüttich aus Belgien ausgeschaltet. In die Schweizer Meisterschaft startete man jedoch mit drei Niederlagen denkbar schlecht. "Der Schweizer Fußball hat nach wie vor einen guten Stellenwert", betonte Heynckes, der sich freute, dass man "keine große Reisestrapazen" habe. Kapitän Philipp Lahm sah es ähnlich: "Das ist ein gutes Los. Eine Reise nach Russland (zu Rubin Kasan, Anm.d.Red.) wäre unangenehmer gewesen. Wir waren gesetzt, also sind wir der klare Favorit." Das Finale der Champions League wird am 19. Mai 2012 in der Münchner Allianz Arena ausgetragen.



Ribéry und Robben dabei

Wichtiger als der Gegner Zürich ist für Jupp Heynckes allerdings zunächst einmal das erste Bundesligaspiel der neuen Saison am Sonntag (17.30 Uhr) gegen Borussia Mönchengladbach. "Ausgerechnet Gladbach", sagt der Fußballlehrer selbst. Es ist der Club, in dem er als Spieler groß geworden ist und mit dem er viele Erfolge in den 60er und 70er Jahren gefeiert hat. "Es ist für mich kein Spiel wie jedes andere", sagt Heynckes. "Aber ich bin jetzt Trainer des FC Bayern und will am Sonntag gewinnen."

Ob er mit Blick auf die Champions-League-Qualifikation seine angeschlagenen Ausnahmekönner Franck Ribéry und Arjen Robben nach ihren Fußverletzungen schonen wird? Nein, entgegnet Heynckes. "Wenn sie gesund sind, dann spielen sie natürlich auch."

Im Aufgebot stehen beide - ob sie in der Startformation stehen, ließ Heynckes aber offen. "Es nützt mir nichts, wenn die Spieler spielen und es kommt ein Rückfall", erklärte Heynckes. dpa