| 23:25 Uhr

Gipfeltreffen in Hamburg

Hamburg. Meister gegen Zweiter, Titelanwärter gegen Meisterschaftsfavorit - in der Handball-Bundesliga ist das Spiel HSV Hamburg gegen THW Kiel das Nonplusultra. Hier, so wetten zahlreiche Beobachter, werden heute Abend (20.15 Uhr/Sport1) die Weichen für den Gewinn der Meisterschaft gestellt

Hamburg. Meister gegen Zweiter, Titelanwärter gegen Meisterschaftsfavorit - in der Handball-Bundesliga ist das Spiel HSV Hamburg gegen THW Kiel das Nonplusultra. Hier, so wetten zahlreiche Beobachter, werden heute Abend (20.15 Uhr/Sport1) die Weichen für den Gewinn der Meisterschaft gestellt. Die Hamburger wollen in dieser Saison endlich den Bock umstoßen und nicht ewig dem Rekordmeister THW Kiel hinterher hecheln. Die Fördestädter haben immerhin schon 16 Mal die Meisterschale erobert, die Hamburger noch nie. "Wir sind mal dran", sagt Sportchef Christian Fitzek trotzig. Die O2-Arena ist seit Wochen ausverkauft. Es herrscht eine Stimmung, als stünde das Finale in der Champions League auf dem Plan. Der HSV, obwohl vor heimischer Kulisse, ist nervöser als der THW Kiel. Stets war in den vergangenen Jahren von Wachablösung die Rede, vollzogen wurde diese aber nie. Hamburg spielte zu Hause, und am Ende gewann Kiel. Von den letzten sieben Heimpartien gegen den THW gingen sechs verloren, eine endete remis. Letztmals siegten die Hamburger daheim im Februar 2003 (30:29). "Wir sind verdammt, unsere Heimspiele zu gewinnen", lautet die Maßgabe von HSV-Trainer Martin Schwalb. Kiels Rückraumspieler Filip Jicha versteht die Aufregung um das Topspiel nicht und sieht diesem erstaunlich nüchtern entgegen. "Ehrlich gesagt, es geht doch nur um zwei Punkte in der Bundesliga", meint der 28-jährige Tscheche, dessen Wurfgewalt wieder zum THW-Sieg an der Alster beitragen soll. Die Kieler bangen um den Einsatz von Christian Zeitz, der eine starke Saison spielt. Der Rechtsaußen laboriert an einer Bänderverletzung im Knöchel. Spielt Zeitz, stehen nur die Langzeitverletzten Kim Andersson und Daniel Narcisse nicht zur Verfügung. Beim HSV fällt Pascal Hens aus, Wackelkandidat ist Krzysztof Lijewski. dpa