| 23:23 Uhr

Getrübte Stimmung nach großem Erfolg

Halmstad. Getrübte Stimmung und Ratlosigkeit prägten das Bild nach dem historischen Erfolg. Aber Trainer Horst Hrubesch übte sich in Zweckoptimismus. "Wir haben das erste Etappenziel erreicht

Halmstad. Getrübte Stimmung und Ratlosigkeit prägten das Bild nach dem historischen Erfolg. Aber Trainer Horst Hrubesch übte sich in Zweckoptimismus. "Wir haben das erste Etappenziel erreicht. Jetzt müssen wir in die Spur finden und dann den letzten Schritt machen, der ins Finale führt", forderte der DFB-Trainer nach dem Halbfinaleinzug der U 21-Junioren bei der EM in Schweden. Das 1:1 gegen England, mit dem erstmals seit 27 Jahren die Vorschlussrunde erreicht wurde, war kein Ruhmesblatt. "In der Mannschaft ist mehr Qualität als sie gestern gezeigt hat", befand DFB-Präsident Theo Zwanziger, der die Partie in Halmstad verfolgte. "Im Vergleich zum Spanien-Spiel war das ein Rückschritt. Aber es macht jetzt keinen Sinn, den Stab über die Mannschaft zu brechen", sagte Hrubesch, der von seinen Führungsspielern mehr Verantwortung auf dem Platz fordert. "Wir haben nicht den, der von hinten führt. Benedikt Höwedes versucht es, aber er braucht auch Hilfe. Das ist das große Problem", befand Hrubesch. Mit dieser Leistung wird es für die deutsche Mannschaft schwer, das Halbfinale am Freitag in Helsingborg (20.45 Uhr) schadlos zu überstehen. Nach dem Abpfiff im altehrwürdigen Örjans Vall jubelte keiner der deutschen Spieler. Zu schwach war die Vorstellung des Titelkandidaten gegen eine englische B-Elf, in der zehn neue Spieler standen und in der nach der Pause sogar der dritte Torwart eingewechselt wurde. Dabei wurde der DFB-Elf mit dem frühen Führungstreffer durch Gonzalo Castro (5.) eigentlich "in die Karten gespielt", wie Hrubesch befand. "Doch dann haben wir das Ergebnis verwaltet", sagte Torhüter Manuel Neuer, der in der Schlussphase zweimal den Siegtreffer der Engländer verhindern konnte. dpa